Baulicher Wärmeschutz verhindert Schimmelpilze

Die Wärmedämmung von Gebäuden leidet unter zahlreichen Vorurteilen. Medienberichte verunsichern Bauherren und Hauseigentümer immer wieder aufs Neue. Allem voran kursiert das Gerücht, dass baulicher Wärmeschutz Schimmel in der Wohnung verursacht. In Anbetracht der Fakten gilt in der Praxis allerdings genau das Gegenteil: Dämmung vermeidet Schimmelbefall.

Luft kann eine variable Menge an Wasser aufnehmen. Abhängig ist dies von der Lufttemperatur. Je wärmer die Luft, umso mehr Wasser nimmt sie auf. Entsprechend gering fällt die Aufnahmefähigkeit bei niedrigen Temperaturen aus. Dabei gilt: Übersteigt der Feuchtigkeitsgehalt den Sättigungsgrad der Raumluft, schlägt sich das Wasser an kalten Oberflächen als Kondensat nieder.

Feuchtigkeit kann in bewohnten Räumen kaum vermieden werden. Sie entsteht durch Kochen, Duschen oder Wäschewaschen. Feuchte Zimmerecken und nasse Wände, welche die ideale Wachstumsgrundlage für Schimmelpilze bilden, können jedoch vermieden werden. So eben mithilfe einer fachgerecht installierten Außenwanddämmung.

Gedämmte Außenwände haben auf der Zimmerseite eine höhere Oberflächentemperatur als dies bei ungedämmten Objekten der Fall ist. Infolge dessen kondensiert die Feuchtigkeit nur noch bedingt. Die Schimmelbildung wird unterbunden, da dem Schimmel ganz einfach die Nahrungsgrundlage entzogen wird.

Richtig Heizen und Lüften nicht vergessen

Eine isolierte Gebäudehülle ist kein Freifahrtschein, das Heizen und Lüften schleifen zu lassen. Regelmäßiges Stoßlüften bleibt weiterhin unabdingbar, um ein gesundes Wohnraumklima und eine intakte Bausubstanz zu erhalten.

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen räumt mit Vorurteilen zum baulichen Wärmeschutz auf.
>> 10 Irrtümer über die Wärmedämmung in Gebäuden.

Service Liesner Bautrocknung NRW

Stromkosten bei der Bautrocknung

Bei der Bautrocknung oder auch Wasserschadenbeseitigung fallen durch die eingesetzten Geräte zwangsläufig zusätzliche Stromkosten an. Wir erklären Ihnen, wer am Ende die Rechnung zahlt, wie Sie den Stromverbrauch überhaupt erkennen und worauf Sie generell achten sollten.

Wenn Sie ein Fachunternehmen mit der Bautrocknung beauftragen, sollten Sie sich vor Beginn der Trocknungsmaßnahme darüber informieren, wie der Stromverbrauch der Trocknungsgeräte dokumentiert wird. Eine Auskunft, die Sie von einem professionellen Dienstleister ohne Umschweife erhalten werden. Klären Sie im Versicherungsfall zudem die Kostenübernahme durch Ihre Versicherung, um im Nachhinein keine unbequemen Überraschungen zu erfahren.

Bautrocknung durch eine Fachfirma

Erfahrene Dienstleister stellen eine nachvollziehbare Kostendokumentation sicher, indem sie auf hochwertige Bautrockner setzen. Diese sind mit Betriebsstundenzählern ausgestattet, welche die geleistete Laufzeit manipulationssicher aufzeichnen. Dadurch kann der Zählerstand jeweils vor und nach der Trocknung notiert werden. Die Differenz ergibt die tatsächlich gelaufenen Stunden und, multipliziert mit dem Strompreis, die Stromkosten. Beim Einsatz mehrerer Geräte muss dieser Vorgang natürlich wiederholt werden.

Manche Trocknungsgeräte haben zusätzliche Kilowattstundenzähler. Ist dies der Fall, kann man den exakten Stromverbrauch an jeder Maschine ablesen.

Wichtig: Lassen Sie sich die Dokumentation der Fachfirma mit Anschrift, Stromverbrauch sowie Firmenstempel aushändigen. Leiten Sie die Daten anschließend an Ihren Energieversorger weiter, damit Ihnen so eine höhere Einstufung in Ihrem Stromtarif ausbleibt. Legen Sie die Dokumentation zusätzlich Ihrer Versicherung vor, um die Stromkosten im berechtigten Schadensfall erstattet zu bekommen.

Bautrocknung selber durchführen

Sollten Sie die Gebäudetrocknung selbst durchführen, gilt im Grunde dieselbe Vorgehensweise. Mieten oder kaufen Sie zuverlässige Bautrockner mit Betriebs- oder Kilowattstundenzähler. Zeichnen Sie den Verbrauch auf und teilen Sie dem Energieversorger mit, dass es sich um einen einmaligen Anstieg im Verbrauch handelt. Zwar tragen Sie die Stromkosten natürlich selbst, doch auch hier sollte eine Höherstufung im Stromtarif vermieden werden.

Um bereits im Vorfeld die voraussichtlichen Stromkosten zu berechnen, kann die Leistungsaufnahme, angegeben in Kilowatt, der Trocknungsgeräte genutzt werden. Multipliziert man sie mit der anzunehmenden Laufzeit der Maschinen, ergibt sich anhand des aktuellen Strompreises ein Richtwert.

 

Hilfe, meine Waschmaschine ist ausgelaufen!

Bei Wasserschäden im Haushalt tragen Waschmaschinen häufig die Schuld. Gründe dafür sind Defekte oder Verschleiß. Wir werfen einen Blick auf die Ursachen und erklären, wie Sie sich im Schadenfall verhalten sollten.

Eben noch die Wäsche angestellt und plötzlich steht das Wasser in der Wohnung. Ein Alptraum für jeden Mieter und Hausbesitzer. Trotz des Schreckens gilt es jetzt nicht die Nerven zu verlieren. Es mag zwar nur ein kleiner Trost sein, doch immerhin muss die Schadensursache nicht gesucht werden.

Als Erstes muss die Waschmaschine ausgestellt und die Wasserzufuhr abgedreht werden. Danach sollte der Schaden unverzüglich dokumentiert werden. Fotos eignen sich dazu am besten. Erst im Anschluss geht es ans Aufwischen. Vorsicht außerdem beim Öffnen der Wäschetrommel. Meist enthält diese auch noch Wasser. Leiten Sie es deshalb achtsam über das Flusensiebfach ab.

Gründe für eine ausgelaufene Waschmaschine

Manchmal lassen sich Fehler eigenständig beheben. Hinweise gibt die Bedienungsanleitung. Moderne Geräte zeigen die Fehlerquelle teils schon auf dem Display an. Es lohnt sich daher folgende Punkte zu überprüfen, bevor Sie sich um einen Servicetechniker bemühen:

  1. Zu viel Waschmittel erzeugt zu viel Schaum, der sich aus der Maschine drückt. Ob dies die Ursache war ist daher relativ offensichtlich. Beachten Sie künftig die Dosierungshinweise.
  2. Reinigen Sie das Waschmittelfach, wenn Reste von Waschpulver die Schublade verstopfen.
  3. Prüfen Sie, ob das Flusensieb gereinigt werden muss oder ob es nicht fest sitzt.
  4. Prüfen Sie alle Schläuche auf Schäden wie Risse oder Löcher.
  5. Prüfen Sie die Dichtung am Wasseranschluss.
  6. Prüfen Sie die Türmanschette (Dichtung der Tür) auf Verschleißerscheinungen.

Hinweis: Aktuelle Waschmaschinen werden standardmäßig mit einem sogenannten Aqua-Stopp geliefert. Diese kleine Vorrichtung verhindert das Auslaufen des Geräts.

Informationen zum Versicherungsschutz

Hat das Wasser Möbel in Mitleidenschaft gezogen oder tropft es dem Nachbarn auf den Kopf? Dann verständigen Sie umgehend Ihre Versicherung. Schäden an beweglichen Gegenständen wickelt die Hausratversicherung ab. Sollte der Nachbar in Mitleidenschaft gezogen werden muss dieser seine Hausratversicherung ebenfalls verständigen. Sie als Verursacher kontaktieren zusätzlich Ihre Privathaftpflichtversicherung, welche sich mit der Versicherung des Geschädigten abstimmen wird.

Sollte der Schaden eine Wasserschadentrocknung nach sich ziehen, kann diese Maßnahme ebenfalls mit dem Versicherer angegangen werden.

Wichtig: Betreiben Sie Waschmaschinen nur, wenn Sie daheim sind. Läuft das Gerät während Ihrer Abwesenheit aus besteht grobe Fahrlässigkeit. Der Versicherungsschutz entfällt unter Umständen.

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Leitungswasserschäden im Ost-West-Vergleich

Rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden verzeichnen Versicherungen bundesweit pro Jahr. Im Schnitt platzt alle 30 Sekunden irgendwo ein Rohr. Hervor geht dies aus Zahlen des  Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Interessant hierbei: Der Schadenindex liegt in den neuen Bundesländern vergleichsweise niedriger als in Westdeutschland.

Der gemeine Leitungswasserschaden hält Sanierungsfachbetriebe und Versicherungen auf Trab. Belief sich ihre Summe in der Gebäudeversicherung im Jahr 2005 noch auf rund 1,6 Mrd. Euro, sind es im Jahr 2015 bereits 2,3 Mrd. Euro gewesen. Hinzu kamen bei diesem ohnehin stattlichen Betrag noch weitere 230 Millionen Euro Schäden in der Hausratversicherung.

Über die Schadenhöhe hinaus hebt die Auswertung des GDV allerdings noch weitere Fakten hervor. So wurde im Bundesdurchschnitt zudem der Schadenindex berechnet. Auf Basis des Schadensatzes ergibt er das Verhältnis des Schadenaufwandes zur Versicherungssumme. Nimmt man hier den Wert 100 als Ausgangsreferenz, wird ein eindeutiges Ost-West-Gefälle sichtbar.

Trauriger Spitzenreiter des Rankings ist die Stadt Köln. Mit einem Index von 263 treten in keiner anderen Stadt so viele Leitungswasserschäden auf. Jedoch stellt Köln keinen Einzelfall dar: Viele Westdeutsche Städte wie Krefeld, Mannheim oder Karlsruhe haben überdurchschnittlich hohe Schadensraten. In den neuen Bundesländern liegt dagegen kein Schadenindex über 80. Der Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg führt das Ranking sogar mit dem niedrigsten Wert (36) an.

Gründe für die Unterschiede sind die Leitungssysteme in der Bundesrepublik. Wurden unzählige Gebäude im Osten nach der Wiedervereinigung saniert, haben die Rohre im Westen weitaus mehr Jahrzehnte auf dem Buckel. Hinzu kommt, dass viele Privatleute die Kosten einer Sanierung im Eigenheim fürchten. Das empfohlene Prüf- und Sanierungsintervall von 30 Jahren wird da meist überschritten.

Hausratversicherung: Hotel muss nicht das billigste sein

Wohnräume sind nach einem Schaden manchmal vorübergehend nicht mehr bewohnbar. Mieter oder Eigentümer müssen dann ein temporäres Quartier beziehen. Versichert die Hausratspolice auch Hotelkosten, müssen Geschädigte allerdings nicht die billigste Bleibe wählen.

Ein Paar zog nach einem Wasserschaden für 62 Tage in eine Doppelhaushälfte. Die Kosten für die Unterbringung betrugen 100,00 Euro pro Tag. Versichert war laut Versicherungsschein die Übernahme der Hotelkosten von 100,00 Euro pro Tag für maximal 100 Tage. Zur gerichtlichen Auseinandersetzung kam es, weil der Versicherer die Gesamtkosten für die Unterbringung bestritt.

Laut Versicherer hätte das Paar aufgrund seiner Schadenminderungspflicht eine günstigere Unterbringung wählen müssen. Das Saarländische Oberlandesgericht teilte diese Meinung nicht und sprach den Klägern im Urteil vom 13.01.2016 Recht zu.

Quelle: Az. 5 U 15/15

Leistungen Liesner Bautrocknung NRW

Thermografie zur Feststellung von Wärmebrücken nutzen

Thermografieaufnahmen machen Mängel an der Gebäudefassade sichtbar, die dem bloßen Auge verborgen verbleiben. Beim Verdacht auf Wärmebrücken oder Schimmelecken verschafft die Thermografie Klarheit. Dem sei allerdings vorausgesetzt, dass der Gutachter die Wärmebilder auch korrekt interpretiert.

Im Herbst und Winter herrscht Hochsaison für die Thermografie. Ein bildgebendes Verfahren, das die Oberflächentemperatur von Objekten anhand der Intensität von Infrarotstrahlung misst. Die Bedingungen für eine Thermografie sind zwischen Laub- und Schneefall deshalb ideal, weil das Temperaturgefälle zwischen Innenraum und der Umgebung mindestens 10 bis 15 °C beträgt. Trockene, bewölkte Tage sind zudem vorteilhaft, da die Gebäudefassade dann durch Sonneneinstrahlung nicht aufheizt, was das Messergebnis beeinflussen würden.

Besteht der Verdacht auf Wärmeverluste über die Fassade oder außenliegende Bauteile, kann die Thermografie Wärmebrücken, Undichtigkeiten sowie Schäden sichtbar machen. Der Gutachter nimmt dafür mittels einer Wärmebildkamera einen Infrarotfilm vom Gebäude auf. Bestimmt durch die Intensität der Infrarotstrahlen erscheinen warme Zonen in Gelb- und Rottönen. Kalte Zonen werden in kontrastreichen Blau- bis Schwarztönen dargestellt. Das geschulte Auge erkennt anhand dieser Aufnahmen, ob die Wärme an einer roten Fläche tatsächlich entweicht oder sich einfach nur im Innenraum staut.

Wenn die thermografische Analyse der Gebäudefassade anfängliche Indizien auf Baumängel bestätigt, muss der betroffene Bereich ebenso von Innen geprüft werden. Profis werden über die Wärmebildkamera hinaus zusätzliche Messgeräte einsetzen, um alle relevanten Fakten korrekt erfassen zu können. Am Ende folgt das fachmännische Urteil mit einhergehender Empfehlung von Reparatur- oder Sanierungsmaßnahmen.

Die Thermografie ist allerdings nicht nur als Reaktion auf Schäden sinnvoll. Im Zuge der energetischen Haussanierung hilft das Messverfahren effektiv bei der Planung von Sanierungen. Da Immobilienbesitzer die Kosten für eine Thermografie in der Regel selbst tragen, empfehlen wir übrigens dringend das Vertrauen in zertifizierte Firmen und Gutachter zu setzen. Besonders auch weil dubiose Anbieter in der Vergangenheit den Spielraum bei der Interpretation von Wärmebildern genutzt bzw. auch missbraucht haben, um Schäden aufzuzeigen, die praktisch nicht vorhanden waren.

Feuchte Wände? Nasse Böden? Schimmel im Haus? Bautrocknung NRW hilft!
Unser Leistungsspektrum auf einen Blick.

Fraunhofer-Institut untersucht Methoden zur Bautrocknung

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) hat das Trocknungsverhalten von Fußbodenaufbauten und angrenzenden Wänden sowie von Deckenaufbauten mit natürlicher Trocknung und mechanischer Bautrocknung untersucht. Auftraggeber dieser Studie waren die Sparkassen Versicherung und der Verband öffentlicher Versicherer (VöV).

Während einer zweijährigen Versuchsreihe wurde das Trocknungsverhalten unterschiedlicher Bauteile und Baustoffe im Klimasimulator des Fraunhofer IBP in Stuttgart untersucht und durch umfangreiche Computersimulationen begleitet. Neben konventionellen Trocknungsverfahren wurden auch die Effizienz neuartiger Techniken sowie die natürliche Austrocknung überprüft. Ziel der Untersuchung war es, die effektivste Trocknungsmethode in Zukunft vorab bestimmen zu können.

In vier Versuchsabschnitten wurde der Verlauf der Bautrocknung unter Einsatz von u. a. IR-Strahlungsheizplatten und zweiseitigen Folienzelten mit Adsorptionstrocknern nachvollzogen. Um die Durchfeuchtung und den Trocknungsprozess exakt zu protokollieren, wurden die Temperatur- und Feuchteverläufe mit rund 300 Sensoren in verschiedenen Tiefen der Bauteile gemessen.

Als Resultat hält die Studie fest, dass die natürliche Trocknung in keinem Szenario ausreicht. Trocknungsversuche von Dämmschichten (z.B. Mineralwalle, EPS und Perlite) unter dem Estrich mit mechanischen Trocknungstechniken waren erfolgreich und somit ist in diesen Fällen kein Ausbau der Dämmschichten notwendig, wenn diese nicht kontaminiert sind. Darüber hinaus sollte die Bautrocknung von Estrichen und Rohbetondecken weitergehend untersucht werden, da der Estrich und die Rohbetondecke im Versuchsaufbau nur unzureichend trockneten. Durchweg positive Trocknungsergebnisse erzielte dagegen die Trocknung massiver Wände, darunter Leichtbetonwände und Hochlochziegelmauerwerke mittels IR-Strahlungsheizplatten.

Da bei allen Versuchen Feuchtigkeit im Übergang zwischen der Wand und dem Boden verblieb, empfiehlt das Fraunhofer IBP die Optimierung der Verfahren in diesem Bereich. Ebenso sollte die Trocknungsgeschwindigkeit verschiedener Wandtypen weiter erforscht werden, damit die Aussagen zur Trocknungsdauer künftig aussagekräftiger werden können.

Weiterführende Links zu diesem Beitrag:

>> Presseinformation „Die Bautrocknung wissenschaftlich untersucht“.

>> Der Prüfbericht P17-027.1/2017 des Fraunhofer IBP.

Der BlowerDoor Test

Mit dem BlowerDoor Test, der bereits seit 1998 anerkannte Regel der Technik ist, lässt sich die Luftdichtheit von Gebäuden messen. Eine luftdichte Gebäudehülle trägt zu einer positiven Energiebilanz der Immobilie bei und ist zudem eine Anforderung der Energiesparverordnung (EnEV).

Die BlowerDoor Messung gibt Aufschluss über undichte Stellen in der Gebäudehülle, indem die Luftwechselrate des Gebäudes gemessen wird. Luftdicht meint in diesem Kontext kein hermetisch versiegeltes Haus, sondern ein Objekt, das unter Prüfbedingungen nur drei Luftwechsel pro Stunde zulässt. Leckagen in der Gebäudehülle können Baumängel zur Ursache haben oder, im Falle von Altbauten, auf überholte Baustandards sowie Schäden zurückzuführen sein.

Das Messprinzip DIN EN 13829 und EN ISO 9972

Vor Messbeginn werden sämtliche Türen innerhalb des Objekts geöffnet und alle Außentüren sowie Fenster verschlossen. Im Inneren entsteht auf diese Weise ein Luftverbund, der für die Messung notwendig ist. Anschließend wird ein BlowerDoor Ventilator in eine Außentür oder in ein Fenster eingesetzt. Nun saugt das Gebläse die Luft aus dem Gebäude ab, bis ein Unterdruck von 50 Pa entsteht.

Während diesem Vorgang erfolgt ein Rundgang im Gebäude, um Luftströmungen mithilfe geeigneter Anemometer zu finden. Die Nachverfolgung der Luftströmungen führt zu Leckagen, durch welche Außenluft die Gebäudehülle passiert. Anhand dieser Erkenntnisse können dann undichte Stellen im Nachgang zuverlässig beseitigt werden.

Typische Bereiche für undichte Stellen

Leckagen treten in manchen Bereichen besonders häufig auf. Hierzu zählen Verbindungen und Stöße von Bauteilen, Bodenanschlüsse, Kabeldurchführungen oder Dachflächenfenster. Auch ein Anbau kann Undichtigkeiten an der Gebäudehülle hinterlassen. Bei Neubauten lohnt es sich daher sehr, die Luftdichtheitsschicht detailliert zu planen, damit spätere, teure Nachbesserungen ausbleiben.

Versicherungsschutz bei Hochwasser & Starkregen bleibt Thema

Versicherungsschutz bei Hochwasser & Starkregen bleibt Thema

Der Sommer 2017 wird uns wohl als eher unbeständig in Erinnerung bleiben. Teils war es überraschend kalt, teils war es einfach zu warm. Vielerorts war die beliebteste Jahreszeit aber vor allem eines: deutlich zu nass. Starkregen und Hochwasser suchten auch dieses Jahr weite Teile des Landes heim. Doch obwohl Unwetter tendenziell zunehmen wiegen sich Hausbesitzer noch immer in falscher Sicherheit: Das Thema Versicherungsschutz bleibt aktuell.

Wie bereits im vergangenen Jahr aus einer repräsentativen GfK-Befragung hervorging, halten 88 Prozent der Immobilienbesitzer Überschwemmungen für ungefährlich. 66 Prozent gehen sogar davon aus, nie durch eine Überschwemmung geschädigt zu werden. Zwar stieg die Versicherungsdichte beim Schutz vor Hochwasserschäden in den letzten 15 Jahren; mehr als die Hälfte der Befragten besaß dennoch keine Elementarschadenversicherung.

Fehlende Absicherung vor Hochwasserschäden durch Unwissenheit

Eine weitere Rolle beim Versicherungsschutz vor Hochwasserschäden spielt das Wissen der Verbraucher. Problematisch: Mehr als 90 Prozent glauben ausreichend gegen Naturgefahren abgesichert zu sein. Tatsächlich belegt die Praxis in der Regel das Gegenteil. Hier sind Verbraucher nämlich gegen Schäden durch Sturm oder Hagel abgesichert – die notwendige Erweiterung der Wohngebäudeversicherung zur Absicherung von Regen oder Hochwasser fehlt dagegen.

Aus diesem falschen Sicherheitsgefühl heraus ergab sich laut des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zuletzt die Zahl von 11 Millionen unzureichend abgesicherter Immobilien in Deutschland. Die Möglichkeit, sein Haus überhaupt zu versichern, ist hierbei nicht einmal entscheidend. Immerhin stellte der GDV fest, dass 99 Prozent der Gebäude gegen Starkregen und Überschwemmungen versichert werden können.

Während es zum einem auf die Beratungsqualität der Versicherungen ankommt, sollten Verbraucher dringend aus eigenem Interesse ihren Versicherungsschutz prüfen.

Bilanz der Naturgefahren

Versicherer zahlen 2016 rund 2 Milliarden Euro für Schäden durch Starkregen und Stürme.

Quellen: GfK-Umfrage „Elementarschadenversicherung in Deutschland“ (2016), Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV)

Voraussetzungen für die Wasserschadensanierung

Nach einem Wasserschaden soll die Nutzbarkeit durchnässter Räume möglichst rasch wiederhergestellt werden.  Der Schnelligkeit halber genügt es jedoch nicht blindlings den erstbesten Luftentfeuchter aufzustellen. Eine erfolgreiche Trocknung bedarf der richtigen Voraussetzungen, die bei der Planung einer Trocknungsmaßnahme festgelegt werden.

Die grundlegende Voraussetzung ist natürlich, dass die Ursache für den Wasserschaden gefunden und behoben wurde. Anschließend gilt es, die zu trocknende Fläche genau zu ermitteln. Das ist nötig, damit die passende Geräteanzahl sowie deren erforderliche Entfeuchtungsleistung bestimmt werden kann. Hier muss möglichst genau kalkuliert werden. Zu kleine oder zu wenige Entfeuchtungsgeräte verlängern die Trocknungsdauer. Zu viel Leistung lässt die Feuchtigkeit dagegen zu schnell an der Materialoberfläche verdunsten, wodurch Wände und Böden zwar trocken scheinen, tief im Baustoff aber noch feucht sind.

Sofern die Gerätewahl feststeht, geht es an ihre Aufstellung. Optimale Trocknungsergebnisse verspricht eine zentrale Positionierung des Bautrockners im Raum. Das ist selbstverständlich nicht immer genau so möglich. Abhilfe versprechen da leistungsstarke Gebläse. Sie werden in Räumen ohne direkte Trocknung aufgestellt. Von dort aus blasen sie die feuchte Luft in Richtung des nächsten Bautrockners. Manchmal stehen aber auch einfach nicht genug Geräte zur Verfügung. Dann müssen die Trocknungsgeräte alle zwei bis drei Tage zwischen den Räumen gewechselt werden.

Die Unterstützung durch Ventilatoren schafft noch eine weitere Voraussetzung: ausreichend Luftzirkulation. Ein besonders wichtiger Punkt, da eine optimale Luftzirkulation die Trocknungszeit um bis zur Hälfte reduzieren kann.

Angesichts der Leistungsfähigkeit von Bautrocknern ergeben sich zuletzt Anforderungen an die Raumtemperatur. Da erwärmte Luft größere Mengen Feuchtigkeit aufnimmt, sollte die Temperatur im Raum ca. 15 – 25 °C betragen. Im Sommer kein Problem. Im Winter dagegen muss unter Umständen zugeheizt werden, auch damit Kondensationstrockner nicht selbst vereisen. Neben der Zentralheizung können hier mobile Bauheizungen für den nötigen Temperaturanstieg sorgen.

Zusammenfassung – Voraussetzungen für die Wasserschadensanierung:

  1. Die Ursache für den Wasserschaden wurde gefunden und behoben.
  2. Anzahl und Leistung der Bautrockner sind auf den Auftrag abgestimmt.
  3. Die Aufstellung der Geräte deckt die zu trocknende Fläche optimal ab.
  4. Eine ausreichende Luftzirkulation wird gewährleistet.
  5. Die Raumtemperatur beträgt mindestens 15 °C.