Fußböden enthalten bei der heutigen Bauweise eine Dämmschicht, in welche bei Wasserschäden Feuchtigkeit eindringt. Durch eine Estrichtrocknung wird die Gefahr von Langzeitschäden wegen eingedrungenen Wassers bzw. Restfeuchtigkeit gemindert. Die Feuchtigkeit kann gezielt beseitigt und die ursprünglichen baulichen Funktionen vor dem Wasserschaden wieder hergestellt werden. Aufwendigere Sanierungsverfahren für die Estrichtrocknung oder die Trocknung anderer Dämmschichten können vermieden werden. Die Dämmschicht-Trocknung kennt zwei Verfahren:

1.) Dämmschichttrocknung im Unterdruckverfahren (Saugverfahren)

Dämmschichttrocknung

Beim Saugverfahren wird die feuchte Luft mittels Seitenkanalverdichter und Wasserabscheider abgesaugt. Über die Randfugen und Bohrungen kann somit Trockenluft nachströmen. Dieses Verfahren wird häufig angewendet:

  • bei stehendem Wasser in Dämmschichten (i. V. m. Wasserabscheider)
  • bei Schadstoffen in Dämmschicht oder an Wandsockeln (z. B. KMF, Sporen etc.)
  • in allen weiterbewohnten Räumen (geringeres Schadstoffrisiko)

2.) Dämmschichttrocknung im (Über-) Druckverfahren

Dämmschichttrocknung 02

Beim Überdruckverfahren wird mittels Seitenkanalverdichter Trockenluft in die Dämmschicht gepresst. Die feuchte Luft strömt über Randfugen und Bohrungen aus. Gegebenenfalls muss über Unterdruckhaltung eine Luftsterilisation erfolgen. Um die unkontrollierte Verteilung von Schadstoffen bei der Trocknung zu vermeiden, wird die Estrich-Dämmschicht-Trocknung im Unterdruckverfahren angewandt.