Verbandstag des Deutschen Holz- und Bautenschutzverbands e.V. (DHBV) 2019 in Sonthofen/Allgäu

Der 69. Verbandstag des DHBV findet in diesem Jahr vom 19. bis 21. September in Sonthofen im Allgäu statt. Die Fachveranstaltung ist relevant für alle Experten im Holz- und Bautenschutz.

Der DHBV wurde im Jahr 1950 gegründet und vertritt deutschlandweit die im Holz- und Bautenschutz tätigen Berufsgruppen. Der Verein widmet sich der Information, Aus- und Weiterbildung sowie Unterstützung ihrer Mitglieder in der Praxis und fungiert als Stimme der Branche. Auf dem diesjährigen Verbandstag treffen sich alle Teilnehmer in Sonthofen im Allgäu. Anmeldungen sind bereits möglich und auch ein spezielles Zimmerkontingent des Tagungshotels steht den Teilnehmern zur Verfügung.

Das Tagungsprogramm im Überblick:

Donnerstag, 19.09.2019

08.30 Uhr

Beginn der Industrieausstellung

09.00 – 17.30 Uhr

Sachverständigentagung

19.00 Uhr

Sachverständigenstammtisch

Freitag, 20.09.2019

09.00 – 11.00 Uhr

Mitgliederversammlung

11.30 – 12.30 Uhr

Unternehmerkonferenz

13.30 – 17.30 Uhr

Fachkonferenzen Holzschutz, Bautenschutz und Schimmelpilze 

10.00 – 15.00 Uhr

Damenprogramm, Ausflug Oberstdorf und Kleinwalsertal

16.30 Uhr

Ende der Industrieausstellung

19.00 Uhr

Länderabend (Hüttenabend)

Samstag, 21.09.2019

09.00 – 18.00 Uhr

Ausflugsprogramm

Das Tagungshotel ist in diesem Jahr das AllgäuSternHotel (Buchfinkenweg 2, 87527 Sonthofen). Speziell für den Verbandstag werden DHBV-Sonderkonditionen angeboten:

115 € pro Nacht im Einzelzimmer inkl. Frühstück und Parkplatz

145 € pro Nacht im Doppelzimmer inkl. Frühstück und Parkplatz

Das Zimmer-Kontingent ist bis zum 07.08.2019 unter dem Kennwort „DHBV-Verbandstag“ abrufbar.

Hier geht es direkt zur Anmeldung:

https://www.dhbv.de/dokumente/upload/4b708_Anmeldeformular_DHBV-Verbandstag_2019.pdf

Schadensstelle unter seltenen Fliesen

Schnell ist es passiert: ein Wasserschaden ist eingetreten und die entsprechende Schadensstelle befindet sich oft unter Fliesen. Häufig muss auch für bestimmte Baumaßnahmen ein Kernloch durch Fliesen gebohrt werden. Per se ist das nicht schlimm. Was ist jedoch, wenn es sich um antike und schwer ersetzbare Fliesen handelt?

Bisher war es die Regel betroffene Fliesen, unter denen sich eine Schadensstelle befand, zu zerstören bzw. zu durchbohren. Nach Fertigstellung der Sanierungsarbeiten wurde die zerstörte Fliese ersetzt und eine neue Fliese eingesetzt. Doch dies ist leider nicht immer so einfach möglich. Handelt sich es sich um antike Fliesen, die gar nicht mehr oder nur mit hohem finanziellem Aufwand wiederbeschafft werden können, ist die Verärgerung groß.

Wir bei Ralf Liesner Bautrocknung haben genau für dieses Problem die passende Lösung parat. Mit unserem Tilex Pro-System können fast alle Fliesen zerstörungsfrei aufgenommen und nach ausgeführten Sanierungsarbeiten unbeschädigt wieder eingesetzt werden. Dabei können wir die Systemkammer auf alle gängigen Fliesenformate bis 30 oder 50 cm anpassen – egal ob rechteckig oder quadratisch.

Funktionsweise der zerstörungsfreien Fliesenaufnahme

Mit einem Fugenschneider wird die betroffene Fliese zuerst einmal freigelegt. Im nächsten Schritt wird die Systemkammer des Tilex Pro-Systems auf die entsprechende Größe der Fliese eingestellt und genau darüber aufgesetzt. Nach einer kurzen Aufwärmzeit mit einem Heißluftgebläse kann die Fliese dann ganz unbeschädigt vom Untergrund abgelöst werden. Sind die Sanierungsarbeiten erfolgreich abgeschlossen, wird die vollständig erhaltene Fliese wieder eingesetzt.

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Mauerwerkstrocknung mit Infrarotstrahlung

Das Trocknen einer Mauer mit Infrarotstrahlen gilt als zeitsparende und wirtschaftliche Methode. Glücklicherweise klingt das Prinzip komplizierter als seine technische Umsetzung. Dennoch wird dieses effiziente Verfahren in der Praxis vergleichsweise selten eingesetzt.

Infrarotstrahlung ist mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Die mit Infrarotstrahlen erzeugte Wärme spüren wir dagegen. Der Wärmeeffekt kommt einem Kachelofen gleich. Somit wird die Luft auch bei der Infrarottrocknung nicht oder nur mäßig erwärmt, wohingegen sich dichte Materie (z. B. unser Körper und das Mauerwerk) deutlich stärker aufheizt.

Im Falle des Mauerwerks führt das Aufheizen der Wandoberfläche zu dessen Abtrocknung. Die Feuchtigkeit wird dabei gleichmäßig über die Kapillaren an die Oberfläche geleitet, wo sie schließlich verdunstet. Dank der buchstäblichen Tiefenwirkung wird das Verfahren auch bei größeren Wandstärken erfolgreich eingesetzt. Der Nachteil liegt lediglich in der Größe der eingesetzten Infrarottrockner (auch Infrarotheizplatten). Meist sind gleich mehrere Geräte erforderlich, um einen Wandabschnitt abzudecken. Allerdings bieten die Hersteller hier bereits diverse Gerätegrößen an, welche in der Praxis ein ordentliches Maß Flexibilität gewähren.

Nicht verwechseln: Mauerwerkstrocknung und Mauerwerkstrockenlegung

Im Gegensatz zur Mauerwerkstrocknung wird bei Maßnahmen zur Instandsetzung von feuchte- und salzgeschädigten Mauerwerken der Begriff Mauerwerkstrockenlegung verwendet, obgleich dieser ungeeignet oder zumindest strittig ist. Eine absolute Bauwerkstrockenlegung ist nämlich physikalisch und technisch umöglich. Bestimmte Verfahren, Systeme und Produkte senken lediglich den Feuchtegehalt im Mauerwerk, bis die jeweilige Gleichgewichtsfeuchte erreicht wird.

Sturm- und Unwetterschäden: Welche Versicherung zahlt?

Im März kommt das Jahr 2019 langsam sprichwörtlich ins Rollen. Stürme und Starkregen ziehen über das Land und hinterlassen abermals Schäden an Wohngebäuden. Wer ausreichend versichert ist, braucht jedoch keine finanziellen Folgen fürchten. Doch welche Versicherung zahlt im Schadenfall?

Bei Unwetterschäden sind meist mehrere Versicherungen beteiligt. Allen voran steht die private Haftpflichtversicherung, die ohnehin zu den wichtigsten Versicherungen zählt. Sie zahlt beispielsweise an Geschädigte, wenn diese bei Sturm von Gegenständen vom Balkon getroffen werden. Hausbesitzer schützt sie dagegen vor den finanziellen Folgen, wenn ihr Baum auf ein fremdes Fahrzeug stürzt. Auf Seiten der Mieter steht weiter die Hausrat-Versicherung, seitens der Haus- oder Wohnungsbesitzer die Wohngebäude-Versicherung.

Hausrat-Versicherung schützt Mieter – Elementarschäden zusätzlich versichern

Die Hausrat-Versicherung erstattet Unwetterschäden an beweglichen Gütern. Das sind Schäden durch Sturm oder Blitzschlag an z. B. Sofas, Teppichen, Fernsehern, Computern oder der Kleidung. Der Versicherungsschutz gilt in aller Regel für die Wohnung als auch für den Keller. Ausgeschlossen sind dagegen meist der Balkon und die Terrasse. Verbraucher sollten Policen vor Abschluss trotzdem sorgfältig prüfen, damit alle persönlich wichtigen Details abgedeckt sind.

Schäden durch Starkregen, wie der vollgelaufene Keller, müssen zusätzlich versichert werden. Die Elementarschaden-Versicherung ist ein Zusatz bei Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen. Sie zahlt beispielsweise auch, wenn Schmutzwasser aus der Kanalisation zurück ins Haus gedrückt wird. Weiter sind auch Elementarschäden wie Erdrutsche und Lawinen abgesichert.

Wohngebäudeversicherung greift erst ab Windstärke acht

Damit die Wohngebäudeversicherung einspringt, muss ein Sturm mindestens Windstärke acht (62 km/h) messen. Sie deckt dann alle Sturmschäden am Dach und dem Gebäude ab. Kleine Gebäude wie ein Carport oder eine Gartenlaube werden bereits öfter mitversichert. Verbraucher sollten ihre Police aber auch hier sorgfältig prüfen. Darüber hinaus ist der Blitzschlag, auch ein dadurch entstandener Brand, mitversichert.

Die Wirkung von Zimmerpflanzen auf das Raumklima

Die NASA untersuchte im Jahr 1989 die Wirkung von Pflanzen auf das Klima in Innenräumen. Im Rahmen der „NASA Clean Air Study“ sollte getestet werden, ob Pflanzen in Raumstationen Kohlendioxid sowie Chemikalien wie Benzol und Formaldehyd binden können.

Wie wir heute wissen, bestätigte die Studie schon damals die erstaunlich positive Wirkung von Pflanzen auf das Raumklima. Sie haben Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit, senken den Schadstoff- und Chemikaliengehalt in der Raumluft, absorbieren Schimmelpilzsporen und sind unserem Wohlbefinden zuträglich. Dabei verbessert erstmal jede Pflanze in ihrem Maße das Raumklima. Einige der grünen Luftverbesserer können dagegen speziell für bestimmte Zwecke gewählt werden.

Immer eine gute Wahl: grüne Mitbewohner mit großen Blättern

Grünpflanzen sind im Allgemeinen natürliche Luftbefeuchter und Sauerstoffspender. Sie geben mehr als 90 Prozent des Gießwassers wieder an die Raumluft ab. Das sorgt an warmen Sommertagen für angenehme Kühle. Im Winter beugen sie dann Erkältungen vor, indem sie die trockene Heizungsluft, welche unsere Nasenschleimhäute reizt, anfeuchten. Während all dem wandelt das Chlorophyll im Blatt der Pflanze mithilfe von Sonnenlicht das Kohlendioxid in der Luft in Sauerstoff um (Fotosynthese). Hierbei gilt übrigens das Prinzip „Viel hilft viel.“ – je größer die Anzahl der Zimmerpflanzen, desto höher die Befeuchtungs- und Sauerstoffleistung. Tatsächlich kann die Luftfeuchtigkeit bei regelmäßigem Gießen um bis zu fünf Prozent erhöht werden. Gut geeignet sind: Aralien, Kolbenfaden, Ficus, Zypergras, Zimmerlinde.

Natürliche Luftreiniger – im Schlafzimmer nur bestimmte Arten aufstellen

Einige weitere Vertreter der grünen Zimmergenossen filtern sogar Schadstoffe aus der Luft. Die Grünlilie kann beispielsweise den Formaldehydgehalt in der Luft binnen 24 Stunden um bis zu 90 Prozent senken. Gewächse wie Philodendron und Efeu werden gerne universell dazu eingesetzt. Beim Gemeinen Efeu gilt lediglich Vorsicht: zwar nimmt die Allergiker-Pflanze Schimmelsporen aus der Luft auf, der Verzehr ihrer Blätter ist aber für Mensch und Tier giftig.

Im Schlafzimmer sollten allerdings nur Arten aufgestellt werden, die auch nachts Kohlendioxid aufnehmen. Zum Beispiel die Echte Aloe oder der Bogenhanf. In einem Topf mit Tongranulaten sind sie leicht zu pflegen und zusätzlich vor Schimmelpilzbefall geschützt.

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Rohrbruch: ein spezieller Versicherungsfall

Ein Rohrbruch ist häufig ein heikles Versicherungsthema. In den meisten Fällen wird der entstandene Schaden von der Gebäudeversicherung reguliert, jedoch gibt es hier eine Besonderheit: die kritische zeitliche Komponente.  

Der Schreck bei einem Rohrbruch ist groß. Tröstlich ist dann, dass der Schaden von der Versicherung abgedeckt ist. Beim Rohrbruch trägt die Gebäudeversicherung alle entstandenen Schäden am Gebäude sowie den damit fest verbundenen Teilen. Jedoch müssen hier bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit die Schadensregulierung greift. Zunächst muss es sich bei dem Rohr um ein Leitungswasserrohr handeln. Entsteht ein Schaden beispielsweise durch den Bruch eines Regenrohres, besteht kein Versicherungsschutz, sofern keine Zusatzversicherung für diesen Fall abgeschlossen wurde.

Der Rohrbruch sollte der entsprechenden Versicherung so schnell wie möglich gemeldet werden. Für eine reibungslose Abwicklung ist die Dokumentation der Schäden, also die Beweislage, zwingend notwendig. Der Schaden sollte umfangreich fotografiert werden, bevor beschädigte Teile entsorgt werden.  Sind nicht zum Gebäude gehörende, bewegliche Teile ebenfalls durch das Leitungswasser eines Rohrbruchs beschädigt worden, greift die Hausratversicherung. Auch wenn viele Versicherungen in so einem Fall zusammenarbeiten, sollte der Schaden so schnell wie möglich der Versicherung gemeldet und ebenfalls dokumentiert werden.

Rohrbruch: Die zeitliche Komponente

Ein Rohrbruch gilt als ein meist punktuelles Ereignis. Ist ein Rohr beschädigt, kann dies aber auch erst viele Jahre später zu einem sichtbaren Wasserschaden führen.

Das bedeutet für den Schadensfall Rohrbruch: Der Versicherungsfall tritt nicht erst mit dem Auftreten bzw. Sichtbarwerden des durch den Rohrbruch hervorgerufenen Wasserschadens ein, sondern er ist schon mit der Beschädigung des Rohrs eingetreten, die zu dem Wasseraustritt geführt hat. Liegt diese Beschädigung vor Abschluss des Versicherungsvertrages, fällt der Schaden nicht in den Haftungszeitraum. Die Versicherung muss in so einem Fall nicht für den Schaden aufkommen. Bekräftigt wurde dies durch ein aktuelles Urteil vom Oberlandesgericht Saarbrücken vom 19.12.2018 (5 U 4/18).

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Richtiges Lüften im Frühling

Der Frühling steht vor der Tür. Was nicht jeder weiß: Jede Jahreszeit hat seine Besonderheiten in puncto korrektes Lüften. Um Schimmelpilzbefall und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden, sollten Sie sich an bestimmte Regeln halten. 

Im Alltag erzeugen viele Tätigkeiten wie Duschen, Kochen und Waschen feuchte Luft. Diese kann bei falscher Lüftung zu gefährlichem Schimmelpilz oder Feuchtigkeitsschäden führen. Hoch wärmegedämmte Gebäude sind besonders anfällig. Unbemerkte Feuchtigkeit an kalten Wänden, in kalten Ecken oder an versteckten Stellen lassen Schimmel entstehen. Mit dem richtigen Verhalten beim Lüften kann jedoch vorgebeugt und ein gesundes Raumklima geschaffen werden. Hierbei sollte auch die aktuelle Jahreszeit beachtet und das Lüften entsprechend angepasst werden.

Was gibt es im Frühling zu beachten?

Im Frühling können noch frostige Temperaturen herrschen. Bei Temperaturen im kalten Minusbereich sollte das Lüften so kurz wie möglich stattfinden und dem Lüftungsverhalten im Winter ähneln. Im Laufe des Frühlings steigen zwar die Außentemperaturen, die Luftfeuchtigkeit ist jedoch aufgrund des Tauwetters und häufigem Niederschlags relativ hoch. Hier sollte das tägliche Lüften auf einen Zeitraum von zehn bis zwölf Minuten verlängert werden, damit ein effektiver Luftaustausch gewährleistet wird.

Gegen Ende des Frühlings herrschen häufig schon sommerliche Temperaturen. Hier sollten Sie das Lüftungsverhalten dem des Sommers angleichen. Das bedeutet: gelüftet wird frühmorgens und spätabends, um die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht zu erhöhen.

Auf Dauerkipplüften sollte gänzlich verzichtet werden, denn im Frühling ist der Temperaturunterschied zwischen der Innen- und Außenluft nicht mehr so hoch wie im Winter. Kipplüften begünstigt einen geringeren Luftaustausch, einen Anstieg der Luftfeuchtigkeit sowie der Energiekosten.

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Service Liesner Bautrocknung NRW

Die Unterschiede zwischen Bauschaden und Baumangel

08Die Begriffe Bauschaden und Baumangel können auf den ersten Blick verwirren. Sie bezeichnen nämlich keinesfalls dieselbe Sache, sondern unterscheiden sich durch optische, technische und rechtliche Aspekte.

Aus technischer Sicht wird als Bauschaden das bezeichnet, was eine Veränderung der technischen, chemischen und/oder physikalischen Eigenschaften eines Gebäudes verursacht und dadurch seinen Wert und/oder die Nutzbarkeit im Vergleich zur normalen Beschaffenheit mindern. Wirtschaftliche Nachteile sind damit eine unmittelbare Konsequenz von Bauschäden.

Bauschäden entstehen durch gefloppte Trends oder mangelhafte Planung und Ausführung

Trotz umfangreicher Baufachliteratur kommen Bauschäden immer wieder vor. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum Beispiel versagen neu entwickelte Baustoffe oder Bauteile in der Praxis. Trends bei der Bauform erweisen sich mit der Zeit vielleicht als ungeeignet oder schadensanfällig. Kurze Bauzeiten schaffen Feuchtigkeitsprobleme. Weitere Ursachen können neben falscher Baustoffwahl auch die unzureichende Qualifikation des Personals sein. Wobei selbst der Erfahrenste den Überblick über die Vielzahl an Produkten, Systemen sowie Verfahren bei der Ausschreibung verlieren kann. Wird am Ende noch das billigste Angebot angenommen, geht dies häufig zu Lasten der Qualität.

Gesetzgeber zieht beim Begriff Baumangel zusätzliche Unterschiede

Beim Begriff Baumangel wird juristisch nochmals zwischen der Mangelerscheinung und dem Mangel selbst unterschieden. So versteht der Bundesgerichtshof unter dem Mangel selbst die Ursache für die sichtbar gewordene Mangelerscheinung. Als Ursache kommen allerdings nur Umstände in Betracht, die auf den Baukörper oder die planerischen bzw. konstruktiven Grundlagen zurückzuführen sind.

Als eigentlicher Mangel bezeichnet die Definition des Bundesgerichtshofes Verarbeitungsfehler, Mängel in der Wahl oder Überwachung von Material und handwerklicher Verarbeitung, Konstruktionsfehler oder Unzulänglichkeiten in den bautechnischen Verfahren bei Planung, Statik oder den Gegebenheiten des Grundstückes. Ferner zeigen die Gesetzes- und VOB-Formulierungen, dass die juristische Beurteilung eines Mangels oder Schadens am Bau selten rein objektbezogen ist. Sie hängen auch oft von auslegungsbedürftigen vertraglichen Vereinbarungen ab. Die Zusammenfassung unterschiedlicher Textformulierungen unterscheidet zwischen Schäden im Sinne des BGB-Werkvertragrechts und Schäden im Sinne der VOB-Vorschriften. Den Mangelbegriff beurteilen beide Vertragswerke gleich.

Rohrbruch durch verstopfte Abwasserleitungen

Was darf in der Toilette oder dem Abfluss runtergespült werden? Spül- und Abwasser – ja. Speisereste, Einwegtextilien oder Zigarettenstummel – nein. Der Grund: Verstopfte Rohre können bersten. Diese Art Wasserschaden ist besonders heikel, da neben dem stark verunreinigten Abwasser auch Fäkalien austreten und weiträumige Gebäudebereiche kontaminieren können.

Die unsachgemäße Entsorgung der verschiedensten Dinge in der Toilette oder dem Abfluss verursacht zwei Probleme. Farben, Lacke, Öle, Speisefette oder Medikamente belasten und verschmutzen das Grundwasser, da die Kläranlagen bestimmte Stoffe nur bedingt oder gar nicht herausfiltern können. Wattepads, Zigarettenstummel sowie Speisereste können dagegen auch Abwasserrohre verstopfen. Eigentlich eine klare Sache. Wasserschäden durch verstopfte Rohre sind dennoch keine Seltenheit.

Hat sich eine Rohrverstopfung festgesetzt, steigt der Druck im Rohr – es kann bersten. Dies ist umso wahrscheinlicher, je älter das Rohr ist oder wenn ein zu geringes Gefälle vorliegt. Rohrverstopfungen sollten deshalb immer umgehend beseitigt werden. Der beste Weg ist natürlich, sie grundsätzlich zu vermeiden.

Wer haftet für Wasserschäden durch verstopfte Rohrleitungen?

Hat ein Mieter den Schaden schuldhaft verursacht, so müssen die für die Schadensbeseitigung notwendigen Kosten selbst getragen werden. Der Gesetzgeber unterscheidet hier nicht, ob Mieter das Abwasserrohr selbst verstopften oder aber ein Besucher verantwortlich ist. Mieter haften also auch für ihre Gäste.

Dagegen muss der Vermieter für die Kosten aufkommen, wenn zum Beispiel ein Fehler an der Mietsubstanz vorliegt oder der Verursacher nicht eindeutig ausgemacht werden kann.

Weitere Informationen zur Haftung bei Wasserschäden nach Rohrverstopfung.

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Sporadische Wasserschäden in Gebäuden

Die Ursachen für sporadische Wasserschäden reichen von Nutzungs- oder Konstruktionsfehlern über klassische Leitungswasserschäden bis hin zu Katastrophenereignissen. 

Ausgenommen von Katastrophenfällen, wie zum Beispiel Überschwemmungen, werden bei Wasserschäden im Haushalt drei Wasserkreisläufe betrachtet: die Kalt- und Warmwasserversorgung, der Heizungskreislauf sowie das Abwassernetz. Dabei zählen geplatzte Schläuche von Haushaltsgeräten als auch frostbedingte Rohrbrüche zu den häufigsten Schadensursachen. Korrosion oder Materialfehler führen die Ursachenliste fort. Hinzu kommen Planungsfehler und Mängel in der Bauausführung. Letztere machen sich meist erst dann bemerkbar, nachdem die Bauphase längst abgeschlossen wurde.

Neben diesen typischen Schadensbildern müssen zunehmend Naturgewalten hinzugerechnet werden. Allen voran stehen sintflutartige Regenfälle. Die Zahl der unwetterbedingten Wasserschäden steigt hier bereits seit Jahren. Aber auch Brandschäden zählen zu den Ursachen von Wasserschäden, da Löschwasser in mehrgeschossigen Gebäuden erhebliche Verwüstungen anrichten kann.

Kurz erklärt: Physikalische und chemische Schadensprozesse

Ein Wasserschaden richtet nicht nur im Moment seines Auftretens Schäden an, sondern solange die Schadensursache und somit ein Wasseraustritt unbehoben bleibt. Das Quellverhalten vieler Materialien, darunter Papier, setzt wenige Stunden nach dem Schadensereignis ein. Quellen Holz, Parkett, Türen oder Möbel, so kann das Quellverhalten schon nach Tagen irreparable Zerstörung bedeuten.

Während die beschriebenen, physikalischen Prozesse zeitlich relativ bald auftreten, werden bei chemischen Prozessen unterschiedliche Entwicklungszeiten und Konsequenzen beobachtet. Die Stahlkorrosion nimmt beispielsweise ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 % exponentiell zu. Teppichkleber zersetzt sich binnen Stunden, gipshaltige Baustoffe dekristallisieren nach einigen Tagen und Ausblühungen treten sogar erst nach Wochen auf.