Feuchteschäden erkennen und Ursachen ermitteln

Plötzlich auftretende Flecken an den Wänden oder der Decke: das hat wohl schon fast jeder einmal in den eigenen vier Wänden erlebt. Die Flecken können unterschiedlichste Ursachen haben, wichtig ist vor allem schnelles Handeln.

Viele Haus- und Wohnungseigentümer haben es selbst schon einmal erlebt: wie aus dem Nichts erscheinen Flecken an der Wand und/oder der Decke. Diese Flecken können durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden – durch Wasser, das von außen eingedrungen ist, undichte Keller, Kondensat, nicht ausreichend abgetrocknete Baurestfeuchte bei Neubauten oder nach Sanierungen, undichte Wasser-, Abwasser- oder Heizleitungen und mehr. Wichtig ist vor allem eines, nachdem die Flecken entdeckt wurden: eine zügige Ermittlung der Ursachen durch einen Sachverständigen. Denn auch zunächst kleine Flecken können sich in Windeseile zu einem großen Wasserschaden ausbreiten und zu einem gefährlichen Schimmelbefall führen.

Feuchteschäden erkennen

Wer sein Haus oder seine Wohnung regelmäßig begutachtet, wird dunkle Flecken an Wänden und Decke vermutlich schnell entdecken. Betroffene sollten nicht nur sichtbar dunkle Flecken, sondern auch leichte bis mittelstarke Verfärbungen ernst nehmen. Verfärbungen, die sich an Wand und Decke abzeichnen, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Abtrocknen entstanden. Viele Laien sehen dies als Zeichen der Entwarnung, da der Wasserfleck ja bereits getrocknet ist. Das ist jedoch ein fataler Trugschluss: Genau an diesen Stellen bildet sich oftmals Schimmel, der zunächst gar nicht mit bloßem Auge zu erkennen ist. Zudem kann das Wasser sich auch ein zweites oder drittes Mal seinen Weg durch die Wand bahnen, sofern die Ursache nicht beseitigt wird. 

Ursachen zeitig ermitteln

Betroffene sollten die Abklärung der Ursachen plötzlich aufgetretener Flecken und Verfärbungen nicht lange hinauszögern, denn die Gefahr der Schimmelbildung ist hoch. Verständigen Sie in diesem Fall einen Profi, sodass Sie eventuelle teure Folgeschäden und Gesundheitsgefahren durch Schimmelpilz vermeiden. Auch wegen der Gebäude- und der Hausratversicherung ist schnelles Handeln erforderlich, denn als Eigentümer sind Sie verpflichtet, dafür zu sorgen, dass sich ein Schaden nicht unnötig ausweitet. Andernfalls kann die Versicherung eine Schadensregulierung ablehnen.

Sollte bereits ein Schimmelbefall vorliegen, ist es erforderlich, diesen professionell beseitigen zu lassen. Die Ralf Liesner Bautrocknung GmbH & Co. KG betreut Sie von der ersten Schadensmeldung bei Wasserschäden oder Schimmelpilzbefall bis zur wiederhergestellten Wohnsituation. Mit modernsten technischen Mitteln können wir schnell handeln und Ihnen teure Folgeschäden ersparen.

Halbjahresbilanz Naturgefahren 2019 des GDV: Schäden in Höhe von 1,3 Mrd. Euro

Sturm, Hagel, Blitz, Starkregen: Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veröffentlichte am Montag, den 26.8.2019 die Halbjahresbilanz der Naturgefahren 2019 in Deutschland.  

Die Schadenssumme, die durch Sturm, Hagel, Blitz und Starkregen im ersten Halbjahr in Deutschland entstanden ist, liegt bei 1,3 Milliarden Euro. Nach Einschätzung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wird das Jahr 2019 ein „normales Schadenjahr“. Von der Gesamtsumme fielen 730 Millionen Euro auf Wohngebäude (langjähriger Halbjahresdurchschnitt: 800 Millionen Euro) und 550 Millionen Euro auf Kraftfahrzeuge.

Mehr Hagelschäden an Autos in Süddeutschland

Im Bereich der Naturgefahrenschäden an Autos liegt dieses Halbjahr etwa 10 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt von 500 Millionen Euro. Dies ist auf die Unwetterserie und dem starken Hagel an den Pfingsttagen zurückzuführen. Insbesondere in Süddeutschland haben Hagelkörner für vermehrte Blechbeulen und Glasbruch gesorgt.

Starkregenschäden werden weniger

Schäden, die durch Starkregen, Überschwemmungen und Erdgefahren entstanden sind – auch bezeichnet als erweiterte Naturgefahrenschäden – sind im ersten Halbjahr 2019 hingegen gesunken. Der Durchschnittswert der letzten Halbjahre liegt bei 140 Millionen Euro, in diesem Jahr wurde bisher eine Schadenssumme von 70 Millionen Euro geleistet. Weiter teilte der GDV mit, dass mehr als die Hälfte der deutschen Wohngebäudebesitzer (57 Prozent) immer noch nicht mit einer Elementarschadenversicherung gegen die erweiterten Naturgefahren versichert sind, die vor Schäden durch Überschwemmungen oder Starkregen schützt. Somit lägen die tatsächlichen Schäden durch Starkregen auch viel höher.

Allergien im Sommer – was bringt ein Luftreiniger?

Für viele allergiegeplagte Menschen scheinen sie im Sommer die rettende Lösung zu sein: Luftreiniger, die Allergene im Innenraum einfangen. Bringen die Reiniger wirklich etwas? 

Der Sommer bedeutet für viele Menschen nicht nur Sonnenschein und Ferienzeit, sondern auch Allergiezeit. Die Pollen von Roggen, Beifuß, Ambrosia und Co. bahnen sich ihren Weg durch die Luft und das heißt für Allergiker Schnupfen, tränende Augen, ständiges Niesen und mehr. Dies beeinträchtigt den Alltag und das gesundheitliche Wohlbefinden.

Natürlich können Allergiker in der freien Natur den Pollen nicht entkommen. Jedoch versprechen Luftreiniger Abhilfe für die eigenen vier Wände. In Krankenhäusern, der Computerteileproduktion, der Reinraumtechnik und insbesondere in Operationssälen werden bereits seit Jahrzehnten klassifizierte Spezialfilter eingesetzt, um hier die Luft bestmöglich rein zu halten.

Wie funktionieren die Luftreiniger für Zuhause?

Moderne Luftreiniger sorgen mit ihren effektiven Filtermodulen für saubere Luft in Innenräumen. Hierbei wird die Luft je nach Gerät durch verschiedene Filterstufen geleitet, sodass die Raumluft von luftgetragenen Schadstoffen und sogar Gerüchen befreit wird. Pollen, Pilzsporen, Milbenkot, Bakterien, Allergene, Staub und teilweise sogar Viren werden so aus der Luft herausgefiltert. Verschiedene Tests, unter anderem auch durch die TÜV Nord Raumlufthygiene, haben ihre Wirksamkeit bestätigt.

Nicht nur Allergiker profitieren von den smarten Geräten: Schimmelsporen können so ganzjährig aus der Luft gefiltert werden, ebenso verringert sich die Feinstaubbelastung. Wer sich das ganze Jahr über ein gesundes Raumklima wünscht, ist mit einem Luftreiniger bestens aufgestellt.

Um die Luftreiniger vor einem Kauf testen zu können, bietet sich die Miete eines Reinigers an. In unserem Verleih finden Sie Profigeräte zum Mieten. Gerne beraten wir Sie auch, um den für Sie passenden Luftreiniger zu finden.

>> Vermietung von Luftreinigern

 

Wasserschaden im Büro: Diese Sofortmaßnahmen sollten Sie beachten

Tritt im Büro oder Archiv ein Wasserschaden auf, ist die Rettung der Dokumente ein wichtiges Thema – hier sind Profis gefragt.

Das Risiko eines Schadens in Büroräumen oder Archiven durch Überschwemmung, Löschwasser der Feuerwehr oder Rohrbrüche ist für Unternehmen sehr hoch. Hier werden Dokumente und Akten gelagert, die einer gesetzlichen Aufbewahrungsfrist unterliegen, durch den Schaden jedoch zerstört, beschädigt oder sogar durch einen Schimmelbefall zum gesundheitlichen Risiko werden können. 

Um die Folgeschäden so klein wie möglich zu halten, sind folgende Maßnahmen zu beachten:

  • Die Dokumente sollten nur von einer Fachfirma / vom Profi getrocknet werden. Versuchen Sie nicht, die durchnässten Akten und Papiere selbst zu trocknen.
  • Informieren Sie schnellstmöglich ein Fachunternehmen, wie die Ralf Liesner Bautrocknung GmbH & Co. KG.
  • Schützen Sie sich und Ihre Mitarbeiter vor Krankheitserregern und der Verbreitung von Schimmelsporen: Betroffene Räumlichkeiten sollten nur mit Einmalhandschuhen, Mundschutz und Schutzkleidung betreten werden. Sofern andere Räume betreten werden, sollte die Schutzkleidung vorher abgelegt werden. Die beschädigten Akten und Dokumente dürfen den Raum nicht verlassen.
  • Um Zeit und Kosten zu sparen, sollten schnellstmöglich unwichtige von den wichtigen Dokumenten getrennt werden.

Akten und Dokumente sicher verwahren:

  • Die betroffenen Dokumente sollten in Tüten oder Frischhaltefolie eingewickelt, durchnässte Fotos in wasserdichten Folienbeuteln aufbewahrt werden.
  • Alle Unterlagen sollten in mit Folie ausgelegte Kartons verpackt werden.
  • Bedenken Sie: Eine Aktentrocknung vor Ort ist nicht möglich. Die Akten sollten unbedingt liegend gestapelt in Kartons verpackt werden.

Schimmelgefahr: Grund zur Mietminderung?

Ein häufiges Streitthema zwischen Mietern und Vermietern ist das Thema Schimmel. Entsteht in einem Mietobjekt Schimmel an bspw. feuchten Wänden, ist eine Mietkürzung in den meisten Fällen berechtigt. So wurde es bereits in diversen Gerichtsurteilen entschieden. Doch was ist eigentlich, wenn der Schimmel noch gar nicht sichtbar ist, die Gefahr jedoch besteht?

Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe hat entschieden, dass einem Mieter kein Anspruch auf Mietminderung für Wärmebrücken zusteht, wenn im Errichtungszeitpunkt der Wohnung der übliche Bauzustand eingehalten wurde. Anders ausgedrückt: die bloße Gefahr eines Schimmelpilzbefalles rechtfertigt keine Minderung der Miete.

Geklagt haben zwei Mieter aus Schleswig-Holstein, die sich unter anderem auf den Zustand der 1968 und 1971 erbauten Wohnungen mit fehlender Dämmung und Wärmebrücken beriefen. So bestehe laut Aussage der Mieter jährlich zwischen Oktober und März die Gefahr der Bildung von Schimmel. Durch die vorhandenen Wärmebrücken könne das Risiko auch nicht durch richtiges Lüften und Heizen eliminiert werden.

Zunächst gab das Landgericht Lübeck den Mietern Recht und entschied, dass die Wohnräume nicht höher als empfohlen beheizt werden müssen (Schlafzimmer nicht über 16 Grad, die übrigen Räume nicht über 20 Grad) sowie, dass ein Querlüften der Wohnungen ebenfalls nicht zumutbar sei – zwei Mal am Tag Stoßlüften von bis zu 10 Minuten sei angemessen. Daraufhin wurden die Vermieter verurteilt, für die Mietminderungen sowie die Kosten zur Innendämmung der Wohnungen aufzukommen.


Die Vermieter legten jedoch Revision ein. Allein die Gefahr eines Schimmelpilzbefalls sei kein Mangel, wenn der Grund dafür in der damaligen Bauweise und dem damaligen technischen Standard läge. Auch die Wärmebrücken beträfe die meisten Häuser und Wohnungen, die zu diesem Zeitpunkt errichtet wurden. 

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe gab den Beklagten Recht und hob die Urteile des Landgerichtes Lübeck weitgehend auf. Es wurde entschieden, dass die Gefahr einer Schimmelbildung keinen Mangel darstellt, sofern das Gebäude nach den geltenden Maßstäben und Vorschriften zum Zeitpunkt der Errichtung gebaut wurde. Auch eine nachträgliche Wärmedämmung sei nicht begründet gewesen. Das entsprechende Urteil ist unter Az.: VIII ZR 271/17 und VIII ZR 67/18 einzusehen.

6. Deutscher Schimmelpilztag 2020 in Neuss

Der Deutsche Schimmelpilztag findet am 24. und 25. Januar 2020 in Neuss statt. Neu: Im interaktiven Panel können Teilnehmer nun die Inhalte eigens mitgestalten und Themenvorschläge einreichen.

Die Labor Urbanus GmbH veranstaltet in Kooperation mit dem Deutschen Holz- und Bautenschutz Verband e.V. zum sechsten Mal den Deutschen Schimmelpilztag. Er findet am 24. und 25. Januar 2020 in Neuss statt. An diesem Tag treffen Experten und Spezialisten aus der Branche zusammen und diskutieren spannende Themen und Neuheiten rund um den Schimmelpilz. Hochqualifizierte Referenten und Referentinnen vermitteln neue Einblicke und Methoden aus verschiedensten Bereichen.

Das Besondere dieser sechsten Tagung aus der Veranstaltungsreihe ist das interaktive Panel. Statt des bisherigen Workshops findet ein Panel statt, bei dem die Teilnehmer eigene Projekte einreichen können, die dann in großer Expertenrunde gemeinsam diskutiert und von unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden. Hierfür können Interessierte ihre Projekte bis zum 30.11.2019 beim Deutschen Schimmeltag einreichen.

Das aktuelle Programm

Das vollständige Programm wird in den nächsten Wochen auf der Homepage des DST als PDF zum Download verfügbar sein.

Folgende Themengebiete stehen bereits zum jetzigen Zeitpunkt fest:

  • Einblicke in die Fluoreszenz Mikroskopie: Live Vorführung einer Gesamtzellzahlanalytik
  • Schimmelpilzsanierungen in Krankenhäusern
  • Wohin geht die Reise: Neue Forschungsbereiche des UBA
  • Abdichtungen an barrierefreien Duscheinheiten nach DIN 18534 und geeignete Maßnahmen zur Leckageortung
  • Medizinisch, mikrobiologische Bewertung von Schimmelpilzen in Innenräumen
  • Wie klappt das Leben im Souterrain: Lüftungskonzepte und Lösungen
  • Tücken und Herausforderungen beim nachträglichen Einbau von Fenstern

Hier geht es zur Webseite des Deutschen Schimmelpilztags:

http://www.deutscher-schimmelpilztag.de/

Neue Fenster können Schimmel verursachen

Mit dem Einbau neuer Fenster versprechen sich Eigentümer Veränderungen nur zum Positiven: Einsparungen bei den Heizkosten, weniger Zugluft, gesteigerter Wohnkomfort, eine optische Aufwertung oder auch eine erhöhte Sicherheit durch Kindersicherungen an den Fenstern. Doch leider können neue Fenster auch negative Auswirkungen haben wie z. B. die Bildung von Schimmelpilz.

Endlich sind die neuen, modernen Fenster eingesetzt. Mit dem Auftauchen von Schimmel rechnet hier zunächst niemand. Doch leider führt ein Fensteraustausch häufig zur Schimmelpilzbildung, da das Lüftungsverhalten nicht den neuen Fenstern angepasst wird. Insbesondere Altbauwohnungen sind betroffen; hier entsteht Schimmel häufig in der Küche, im Schlaf- und Badezimmer. Der Grund ist, dass neue wärmedämmende Fenster extrem luftdicht eingesetzt werden. So können zwar Heizkosten gespart werden, doch genauso wie die Wärme im Wohnraum bleibt, verbleibt auch die Feuchtigkeit im Raum, die vorher durch Luftschlitze und Risse der alten Fenster entschwinden konnte. Kann sich die Raumluft bei undichten Fenstern innerhalb von 24 Stunden zwei bis vier Mal gänzlich erneuern, liegt dieser Wert mit modernen Fenstern bei ca. 0,01 Mal. Die Feuchtigkeit setzt sich nun an den kühlsten Stellen im Raum ab, was meistens die Fensterlaibungen sind. Hier ist dadurch sodann der Nährboden für die Schimmelbildung gegeben.

Richtiges Verhalten kann Schimmel vorbeugen

Mit dem Einbau neuer Fenster sollte das eigene Heiz- und Lüftungsverhalten überprüft und ggf. angepasst werden. Nun muss häufiger gelüftet werden: im Optimalfall dreimal am Tag für drei bis fünf Minuten Stoßlüften (nicht die Fenster nur auf Kipp stellen). Auch das Heizverhalten muss stimmen. Die Heizung sollte an kalten Tagen auch tagsüber nicht abgestellt werden, wenn niemand Zuhause ist, denn in dieser Zeit können die Räume ansonsten stark auskühlen und die Feuchtigkeit kondensieren.

Das ist bei Mietwohnungen zu beachten

Wer als Vermieter neue Fenster einsetzen lässt, hat die Pflicht, seine Mieter über das neue, korrekte Lüftungsverhalten zu informieren. Nach einem Urteil vom Landgericht Gießen (AZ 1 S 199/13) darf der Vermieter ein automatisches Anpassen des Lüftungsverhaltens vom Mieter nicht voraussetzen. Er liegt in der Informationspflicht, um Schimmelbefall durch richtiges Lüften vorzubeugen.

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Tag der Architektur 2019

Am 29. und 30. Juni findet der diesjährige Tag der Architektur statt. An diesen beiden Tagen präsentieren Architekten und private Bauherren die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit, die ebenso vielfältig wie inspirierend sind. Unter dem Motto „Räume prägen“ haben alle interessierten Besucher die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Architekturhandwerkes sowie in sonst private Räume zu werfen.

Wie entsteht gute Architektur? Sie wird von langer Hand von freien Architekten für private Bauherren entwickelt. Jede architektonische Arbeit ist ganz individuell und entfaltet sich vollends durch die Kooperation beider Parteien. Am Tag der Architektur können Sie Einblicke erlangen und herausragende Ergebnisse bestaunen.

Unter dem diesjährigen Motto „Räume prägen“ geht es allerdings nicht nur um Wohnräume. Auch Räume zum Arbeiten, zur Unterhaltung, zur Pflege, zum Lernen, zur Erholung und zu vielen anderen Zwecken werden von Menschen geschaffen und tragen essentiell zum Wohlbefinden bei – kurzum: Räume prägen uns. Natürlich spielen in diesem Bereich die privaten Wohnräume und -häuser die größte Bedeutung, denn sie dienen dem Rückzug, dem Leben in Familien und Gemeinschaften und der persönlichen Entfaltung. Genau diese geschaffenen Räume können am Tag der Architektur, der in diesem Jahr am letzten Juniwochenende stattfindet, besichtigt werden. Sie können zudem vor Ort das Gespräch mit privaten Bauherren und Architekten suchen.

Besichtigungsprogramm online zusammenstellen

Der Tag der Architekten findet landesweit statt, wobei jedes Bundesland sein eigenes Programm bietet. Großteil des Programms sind die Projektbesichtigungen, doch einige Länderarchitektenkammern bieten auch Touren zu ganzen Projektreihen an. Der Clou dieser Veranstaltungsreihe: Sie können sich im Vorfeld ein persönliches Besichtigungsprogramm zusammenstellen und so die Räume ansehen, die Sie am meisten interessieren. Oder Sie finden den Architekten, dessen Arbeit Sie spannend finden und treten so mit ihm in den Dialog.

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Buchen Sie hier Ihr persönliches Programm: https://www.tag-der-architektur.de/programm/

Feuchtigkeit im Keller – richtig Lüften will gelernt sein

Wer nicht gerade in einem Neubau wohnt, hat häufig mit feuchten Kellerräumen zu tun. Gerade jetzt in der Sommerzeit werden viele Keller feucht. Woran liegt das?

Viele Hausbesitzer nutzen den Sommer, um im Untergeschoss einmal richtig zu lüften und vermeintlich frische Luft einströmen zu lassen. Doch leider bewirkt dies genau das Gegenteil und sorgt durch die Sommerkondensation für zusätzliche Feuchtigkeit u. a. im Keller, was zu Schimmelpilzbefall führen kann. Feuchte Wände im Keller lassen sich dann meist nur mit professioneller Hilfe trocknen. Wer seinen Keller als Wohn- oder Fitnessraum nutzen möchte, muss zwingend für trockene Wände sorgen. 

Wie also den Keller richtig lüften, um Feuchtigkeit und Schimmel zu vermeiden?

Das Kellergeschoss ist der kälteste Raum eines Gebäudes, weshalb hier speziell auf das korrekte Lüften zu achten ist. Gerade im Sommer dürfen nicht wahllos die Fenster geöffnet werden. Die eindringende warme Luft kühlt im kälteren Keller schnell ab, sodass sich Kondenswasser bilden kann und Feuchtigkeit entsteht: Ein optimaler Nährboden für Schimmelpilz. Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, sollten einige Regeln befolgt werden.  

Im Sommer sollte nur in der Zeit gelüftet werden, in der die Außentemperatur noch nicht zu stark angestiegen ist, also früh am Morgen oder spät am Abend. Öffnen Sie die Fenster ganz weit und sorgen Sie im Optimalfall für Durchzug. Nicht länger als 15 Minuten lüften und währenddessen schwere Möbel von der Wand ziehen, damit auch dahinter die Luft zirkulieren kann. An kühleren Tagen darf auch mehrmals am Tag gelüftet werden.

Lüften der Kellernutzung anpassen

Natürlich sollte beim Lüften auch darauf geachtet werden, wie der Keller genutzt wird. Ist das Untergeschoss zum Wohnraum umgebaut und dementsprechend gut isoliert, sollte das Lüftungsverhalten dem der anderen Wohnräume angepasst werden. Werden nur Lebensmittel im Keller gelagert, ist es im Sommer nicht notwendig jeden Tag zu lüften. Hier reicht es, wenn ein- bis zweimal wöchentlich gelüftet wird. Im Winter sollte darauf geachtet werden, dass die Temperatur im Keller nicht den Gefrierpunkt erreicht.

Wer haftet beim Hochwasserschaden?

Die Sturm- und Unwettersaison hat begonnen. So sorgte das Sturmtief Axel in weiten Teilen Deutschlands für massive Überschwemmungen, überflutete Keller und Hochwasserschäden. Doch welche Versicherung kommt für die Schäden auf? Und was ist mit einer staatlichen Soforthilfe?

Das Tief Axel hat Mitte Mai in vielen Regionen Deutschlands für Überflutungen und Hochwasseralarm gesorgt.  Hat sich der erste Schock nach dem Hochwasser erst einmal gelegt, stellt sich eine essentielle Frage für die Betroffenen: wer kommt nun für den entstandenen Schaden an Hausrat und Bausubstanz auf?

Viele Betroffene verlassen sich neben der abgeschlossenen Wohngebäude- und Hausratversicherung auch auf den Staat, der bisher Flutopfern in Fall-zu-Fall-Entscheidungen unterstützt hat, sofern keine Elementarschadenversicherung vorlag. Dies ändert sich nun zum 1. Juli 2019, zunächst nur in Bayern: Wäre das beschädigte Gebäude gegen Elementarschäden versicherbar gewesen, dann gibt es ab nun keine Soforthilfe aus Steuergeldern mehr. Ähnlich verhält es sich im Bundesland Sachsen, auch hier gibt es nur Unterstützung vom Staat, sofern Risiken nicht versicherbar sind. Geplant ist, dass dies in Zukunft landesweit einheitlich geregelt wird.

Auch die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung reichen in vielen Fällen nicht aus, denn diese greifen nicht bei Überschwemmungen durch starke Regenfälle oder überlaufende Flüsse und Bäche. Die Hausratversicherung greift bei Schäden am beweglichen Inventar, verursacht durch Einbruch, Raub, Vandalismus und Blitzeinschläge. Die Wohngebäudeversicherung haftet bei Schäden am Gebäude selbst, entstanden durch Leitungswasser (bspw. durch einen Rohrbruch), Hagel, Feuer und Sturm.

Für Schäden, die durch Hochwasser entstanden sind, ist der Abschluss einer Elementarschadenversicherung notwendig. Hier wird das Inventar gegen Naturereignisse, wie Überschwemmungen, Schneedruck oder Erdbeben abgesichert.

Lohnt sich eine Elementarschadenversicherung?

Das Wetter ändert sich deutschlandweit, was an extremen Trockenperioden und immer stärker und häufiger auftretenden Stürmen und Unwettern der letzten Jahre zu sehen ist. So werden viele Regionen in den nächsten Jahren als Risikogebiete für Hochwasser eingestuft, die bisher gar keine waren. Hausbesitzer stellen sich also die Frage, ob der Abschluss einer Elementarschadenversicherung sinnvoll ist.

Hierfür müssen einige Faktoren berücksichtigt werden, denn so eine Versicherung kann unter Umständen teuer werden:

  • Liegt das Haus an einem Gewässer?
  • Gab es im letzten Jahrzehnt bereits ein Hochwasser?
  • Ist meine Region ein Risikogebiet?

Vor allem Versicherte in Risikogebieten zahlen bis zu mehreren hundert Euro im Jahr für eine Elementarschadenversicherung. Dies zahlt sich im Schadensfall jedoch sehr schnell aus.

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