Fallrohr

Ein Fallrohr ist ein senkrecht verbautes Rohr zur Dachentwässerung oder Hausschmutzwasserableitung. Es kann sowohl innerhalb als auch außerhalb eines Gebäudes verbaut sein.

Feuerrohbauversicherung

Die Feuerrohbauversicherung versichert das Risiko, dass der Rohbau durch einen Brand zerstört wird. Sie zählt durch die Schwere des versicherten Risikos zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Hausbaus. Neben dem Rohbau sind auch Baustoffe sowie etwaige Folgeschäden durch eine Rauchentwicklung versichert.

Wie auch die Bauleistungsversicherung zählt die Feuerrohbauversicherung als gute Ergänzung zur Bauherrenhaftpflicht.

Siehe auch: Bauherrenhaftpflicht, Bauleistungsversicherung

Fließestrich

Der Fließestrich ist ein vorgemischter Trockenmörtel auf Anhydritbasis. Er wird mit bestimmten Zusätzen vermengt, sodass er unter Zugabe von Wasser eine flüssige Konsistenz erreicht. Beim Fließestrich entfällt das übliche Verteilen, Abziehen und Verdichten. Auch das Glätten ist nicht erforderlich. Dafür muss die Dämmschicht vor dem Legen des Estrichs mit wasserdichter Folie versiegelt werden. Andernfalls wird das Dämmmaterial durchfeuchtet oder unterspült.

Fogging

Das Fogging bezeichnet allgemein ein Verfahren zur Geruchsbeseitigung, Schimmelpilzsanierung und Desinfektion. Die Technik setzt auf einen feinen Nebel, welcher sich aus Wasserstoffperoxid und bestimmten weiteren Stoffen zusammensetzt. In geschlossenen Räumen beseitigt die Mischung über längere Zeiträume Sporen und Keime. Aufgrund der Oxidation müssen allerdings vorher alle Gegenstände aus einem Raum entfernt werden, die oxidieren können.

Formiergasverfahren

Das Formiergasverfahren ist eine Methode der Leckageortung, die maßgeblich bei Undichtigkeiten an Flachdachkonstruktionen eingesetzt wird. Mittels einer Nebelmaschine und einem Seitenkanalverdichter wird Rauch in die Dämmschicht unterhalb der Dachhaut eingeblasen. Dieser breitet sich dort aus und tritt dann gut sichtbar an undichten Stellen wieder aus. In Innenräumen setzt man das Rauchgasverfahren auch ein, um den Oberbelag und die Fugen von Fußböden auf Dichtheit zu überprüfen (schwimmender Estrich vorausgesetzt).

Fremdwasser

Als Fremdwasser werden alle Wassermengen bezeichnet, die zwar ins Abwassernetz eindringen, dort aber eigentlich gar nicht zufließen dürften. Meist stammt dieses Wasser aus Drainagen, Leckagen im Kanalsystem, Brunnen, Bach- und Grundwassereintritten oder Reservoir Überläufen.

Das Problem von Fremdwasser bei Einleitung ins Schmutzwassersystem ist die Belastung der Kanalisation und auch der zusätzliche Aufwand in der Abwasserreinigungsanlage. Es vermischt sich dort mit dem Schmutzwasser, erhöht die Gesamtabwassermenge und belastet die Trinkwasserqualität. Fremdwasser muss daher in Pumpwerken aufwändig weitergefördert werden.

Im Endeffekt erhöht Fremdwasser also die Abwassermenge im Kanalisationsnetz, reduziert die Reinigungswirkung in der Abwasserreinigungsanlage und verursacht unnötige Mehrkosten in der Siedlungsentwässerung.

Frostschaden

Frostschäden werden in Gebäuden dadurch hervorgerufen, dass Beton, Mörtel und Putz bei Frost keine ausreichende Abbindewärme entwickeln können. Durch das unvollständige Abbinden kommt es zu Rissen und Fugenundichtigkeiten, in die Wasser eindringt. Bei Frost führt dies zu Absprengungen, die das Bauteil beschädigen. Entsprechende Gewerke müssen deshalb auch im Winter über 0 °C ausgeführt werden.

Frostschäden kommen aber auch bei Fliesenbelägen vor, die mangelhaft abgedichtet wurden und/oder über keine Drainage verfügen. Dringt nun Regenwasser von außen ein, sprengt der Frost die Fliesen und den Beton. Bei Holz werden Frostschäden als Frostrisse bezeichnet.

auch: Frostschäden

Frühfestigkeit

Die Frühfestigkeit bezeichnet die Festigkeit von Beton im Alter von wenigen Stunden oder Tagen. Sie kann durch Wärmebehandlung oder die Zusammensetzung des Betons beeinflusst werden. Eine höhere Frühfestigkeit wird zum Beispiel dann benötigt, wenn eine verbesserte Gefrierbeständigkeit des Betons gefordert ist oder das Bauwerk schneller genutzt werden soll.

auch: Frühhochfestigkeit

Fugenkreuzsystem

Das Fugenkreuzsystem ist eine spezielle Trocknungstechnik, die bei verfliesten Oberflächen eingesetzt wird. Ein Fugenkreuzsystem besteht in der Regel aus einem strömungsoptimierten Verteiler, welcher an den Seitenkanalverdichter angeschlossen wird, flexiblen Luftschläuchen und feinen Fugendüsen. Maßgeblicher Anwendungsbereich ist die Dämmschichttrocknung.

Konkret werden nach einem Wasserschaden Löcher in die Fugenkreuze gebohrt, welche bis in die Estrich-Dämmschicht reichen. Anschließend werden die Fugendüsen in die Bohrlöcher eingesetzt und mit den Luftschläuchen verbunden, welche sich am Verteiler aufeinandertreffen. Das Luft-Wasser-Gemisch kann dann entweder über den Seitenkanalverdichter abgesaugt oder Trockenluft in die Dämmschicht eingeblasen werden.

Das Fugenkreuzsystem unterstützt somit eine effiziente Dämmschichttrocknung, ohne dass geflieste Bodenbeläge beschädigt oder demontiert werden müssen.

Fungizid

Fungizide sind chemische oder biologische Chemikalien, die Pilze und/oder Sporen eliminieren (fungizid = pilztötend). Pilze befallen Bauteile im Gebäude, zum Beispiel Holz oder feuchtes Mauerwerk, und schädigen die Stabilität sowie Tragfähigkeit. Spricht man in diesem Zusammenhang von einer „fungiziden“ Eigenschaft eines Baumaterials, so sind den Materialien, bspw. textiler Auslegeware, Fungizide beigemischt worden, die einen Pilzbefall verhindern sollen.

auch: Fungizide, fungizid