Der BlowerDoor Test

Mit dem BlowerDoor Test, der bereits seit 1998 anerkannte Regel der Technik ist, lässt sich die Luftdichtheit von Gebäuden messen. Eine luftdichte Gebäudehülle trägt zu einer positiven Energiebilanz der Immobilie bei und ist zudem eine Anforderung der Energiesparverordnung (EnEV).

Die BlowerDoor Messung gibt Aufschluss über undichte Stellen in der Gebäudehülle, indem die Luftwechselrate des Gebäudes gemessen wird. Luftdicht meint in diesem Kontext kein hermetisch versiegeltes Haus, sondern ein Objekt, das unter Prüfbedingungen nur drei Luftwechsel pro Stunde zulässt. Leckagen in der Gebäudehülle können Baumängel zur Ursache haben oder, im Falle von Altbauten, auf überholte Baustandards sowie Schäden zurückzuführen sein.

Das Messprinzip DIN EN 13829 und EN ISO 9972

Vor Messbeginn werden sämtliche Türen innerhalb des Objekts geöffnet und alle Außentüren sowie Fenster verschlossen. Im Inneren entsteht auf diese Weise ein Luftverbund, der für die Messung notwendig ist. Anschließend wird ein BlowerDoor Ventilator in eine Außentür oder in ein Fenster eingesetzt. Nun saugt das Gebläse die Luft aus dem Gebäude ab, bis ein Unterdruck von 50 Pa entsteht.

Während diesem Vorgang erfolgt ein Rundgang im Gebäude, um Luftströmungen mithilfe geeigneter Anemometer zu finden. Die Nachverfolgung der Luftströmungen führt zu Leckagen, durch welche Außenluft die Gebäudehülle passiert. Anhand dieser Erkenntnisse können dann undichte Stellen im Nachgang zuverlässig beseitigt werden.

Typische Bereiche für undichte Stellen

Leckagen treten in manchen Bereichen besonders häufig auf. Hierzu zählen Verbindungen und Stöße von Bauteilen, Bodenanschlüsse, Kabeldurchführungen oder Dachflächenfenster. Auch ein Anbau kann Undichtigkeiten an der Gebäudehülle hinterlassen. Bei Neubauten lohnt es sich daher sehr, die Luftdichtheitsschicht detailliert zu planen, damit spätere, teure Nachbesserungen ausbleiben.

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