Rohrbrüchen bei Kälte vorbeugen: Welche Maßnahmen schützen und wie reagieren Sie im Schadensfall richtig?

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann die kalte Jahreszeit mit sinkenden Temperaturen Einzug hält. Wintermonate mit klirrender Kälte und Frost gehören zwar irgendwie in diese Jahreszeit, für Wasserleitungen stellen diese aber eine reelle Gefahr dar. Rohrbrüche und defekte Dichtungen können die Folge sein. Dieser Gefahr sind Sie aber nicht schutzlos ausgeliefert. Wir verraten Ihnen einige Tipps, wie Sie Ihre Leitungen frostsicher machen und was Sie im Schadensfall tun können. 

Rohrbrüche und ihre Folgen 

Wenn stehendes Wasser in den Leitungen gefriert, kann es bei veralteten und schlecht gedämmten Rohren schnell zu Rohrbrüchen kommen. Gerade wenn die Temperaturen längere Zeit unter Null sind, breitet sich das gefrierende Wasser aus und erhöht den Druck auf die Rohrleitungen. Wenn nichts unternommen wird, frieren die Rohre komplett ein. Meist im Frühjahr, wenn das Eis wieder schmilzt, kann das Wasser dann ungehindert austreten und teure Folgeschäden sind vorprogrammiert. Die Beeinträchtigungen der Leitungen stellen Sie ungünstiger Weise meist erst dann fest, wenn das Rohr bereits geplatzt ist bzw. bereits Wasserschäden entstanden sind. 

Machen Sie Ihre Leitungen gegen Rohrbrüche winterfest

Spätestens dann, wenn die Wettervorhersage frostige Tage meldet, sollten Sie zeitnah reagieren. Glücklicherweise gibt es einige Vorkehrungen, die Sie treffen können, damit der Frost Ihren Rohren nichts anhaben kann. 

1) Leitungen regelmäßig überprüfen

Freiliegende Leitungen sind umfangreich auf Defekte oder Undichtigkeiten zu prüfen. Werden Mängel identifiziert, sollten diese schnellstmöglich von einem Fachmann behoben werden. 

2) Wasserleitungen in unbeheizten Umgebungen abstellen

Wenn Sie Leitungen haben, die sich draußen bzw. in ungeheizten Räumen befinden und selten genutzt werden, sollten Sie diese vorsichtshalber abstellen, da diese besonders anfällig für Frosteinwirkungen sind. Ist dieses nicht möglich, sollten Sie zumindest versuchen diese regelmäßig aufzudrehen, da bewegtes Wasser seltener gefriert. Diese Maßnahme schützt aber nur bedingt und ist bei längeren Kälteperioden nicht ausreichend. Grundsätzlich sollten Sie alle Wasserleitungen, die sich im Außenbereich befinden und die im Winter nicht genutzt werden, entleeren. Achten Sie dabei darauf, dass das Ventil offen gelassen wird. Bei sehr niedrigen Temperaturen sollten zudem die Hauptabsperrhähne geschlossen werden. 

3) Rohre vor kalten Temperaturen schützen

Grundsätzlich sollten die Rohre nicht zu niedrigen Temperaturen ausgesetzt sein. Daher sollten Sie dafür sorgen, dass nicht nur häufig genutzte sondern insbesondere auch unbenutzte Räume ausreichend beheizt sind. Ist eine Beheizung nicht vollumfänglich möglich, können Metallrohre mit elektrischen Heizbändern auch selbst beheizt werden. Wenn die Rohrleitungen frei liegen, können diese mit wärmedämmendem Isoliermaterial geschützt werden. Werden die Rohre durch Zugluft von außen abgekühlt, sollten zudem die Isolierungen bei Fenstern oder Türen geprüft werden. Stellen Sie fest, dass eine Leitung zugefroren ist, sollten Sie versuchen diese z.B. mit warmen Wasser aufzutauen. 

Die richtigen Maßnahmen im Schadensfall 

Was können Sie tun, wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Rohrbruch gekommen ist? Hier sollten Sie auf jeden Fall einen Fachmann zu Rate ziehen, der den Schaden professionell begutachtet. Als Laie ist es häufig schwer, das Ausmaß des Schadens einzuschätzen, insbesondere wenn bereits Schäden im Mauerwerk entstanden sind. Wenn Sie feststellen, dass Wasser austritt, sollten Sie als Erste-Hilfe-Maßnahme zunächst einmal das Hauptwasserventil abdrehen und die Hähne am Ende der zugefrorenen Leitung komplett aufdrehen, damit das aufgetaute Wasser ablaufen kann. Da ein Rohrbruch je nach Umfang des Schadens hohe Kosten verursachen kann, sollten Sie möglichst schnell handeln, damit Schäden und Folgeschäden weitestgehend begrenzt werden. Eine zügige Reparatur ist hier unerlässlich. Zudem sollten Sie rechtzeitig Kontakt mit der Versicherung aufnehmen, damit die Schadensregulierung in die Wege geleitet werden kann. 

Professionelle Bautrocknung im Schadensfall 

Um die nach einem Rohrbruch entstandenen Feuchtigkeitsschäden zu beheben, sollte eine vollständige und gründliche Trocknung erfolgen. Je nachdem, wo die Feuchtigkeit entstanden ist, können wir Sie mit dem richtigen Trocknungsverfahren unterstützen. Bei einem Schadensfall oder offenen Fragen zu Trocknungsmethoden nach einem Rohrbruch, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. 

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