Rohrbruch: ein spezieller Versicherungsfall

Ein Rohrbruch ist häufig ein heikles Versicherungsthema. In den meisten Fällen wird der entstandene Schaden von der Gebäudeversicherung reguliert, jedoch gibt es hier eine Besonderheit: die kritische zeitliche Komponente.  

Der Schreck bei einem Rohrbruch ist groß. Tröstlich ist dann, dass der Schaden von der Versicherung abgedeckt ist. Beim Rohrbruch trägt die Gebäudeversicherung alle entstandenen Schäden am Gebäude sowie den damit fest verbundenen Teilen. Jedoch müssen hier bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit die Schadensregulierung greift. Zunächst muss es sich bei dem Rohr um ein Leitungswasserrohr handeln. Entsteht ein Schaden beispielsweise durch den Bruch eines Regenrohres, besteht kein Versicherungsschutz, sofern keine Zusatzversicherung für diesen Fall abgeschlossen wurde.

Der Rohrbruch sollte der entsprechenden Versicherung so schnell wie möglich gemeldet werden. Für eine reibungslose Abwicklung ist die Dokumentation der Schäden, also die Beweislage, zwingend notwendig. Der Schaden sollte umfangreich fotografiert werden, bevor beschädigte Teile entsorgt werden.  Sind nicht zum Gebäude gehörende, bewegliche Teile ebenfalls durch das Leitungswasser eines Rohrbruchs beschädigt worden, greift die Hausratversicherung. Auch wenn viele Versicherungen in so einem Fall zusammenarbeiten, sollte der Schaden so schnell wie möglich der Versicherung gemeldet und ebenfalls dokumentiert werden.

Rohrbruch: Die zeitliche Komponente

Ein Rohrbruch gilt als ein meist punktuelles Ereignis. Ist ein Rohr beschädigt, kann dies aber auch erst viele Jahre später zu einem sichtbaren Wasserschaden führen.

Das bedeutet für den Schadensfall Rohrbruch: Der Versicherungsfall tritt nicht erst mit dem Auftreten bzw. Sichtbarwerden des durch den Rohrbruch hervorgerufenen Wasserschadens ein, sondern er ist schon mit der Beschädigung des Rohrs eingetreten, die zu dem Wasseraustritt geführt hat. Liegt diese Beschädigung vor Abschluss des Versicherungsvertrages, fällt der Schaden nicht in den Haftungszeitraum. Die Versicherung muss in so einem Fall nicht für den Schaden aufkommen. Bekräftigt wurde dies durch ein aktuelles Urteil vom Oberlandesgericht Saarbrücken vom 19.12.2018 (5 U 4/18).

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Richtiges Lüften im Frühling

Der Frühling steht vor der Tür. Was nicht jeder weiß: Jede Jahreszeit hat seine Besonderheiten in puncto korrektes Lüften. Um Schimmelpilzbefall und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden, sollten Sie sich an bestimmte Regeln halten. 

Im Alltag erzeugen viele Tätigkeiten wie Duschen, Kochen und Waschen feuchte Luft. Diese kann bei falscher Lüftung zu gefährlichem Schimmelpilz oder Feuchtigkeitsschäden führen. Hoch wärmegedämmte Gebäude sind besonders anfällig. Unbemerkte Feuchtigkeit an kalten Wänden, in kalten Ecken oder an versteckten Stellen lassen Schimmel entstehen. Mit dem richtigen Verhalten beim Lüften kann jedoch vorgebeugt und ein gesundes Raumklima geschaffen werden. Hierbei sollte auch die aktuelle Jahreszeit beachtet und das Lüften entsprechend angepasst werden.

Was gibt es im Frühling zu beachten?

Im Frühling können noch frostige Temperaturen herrschen. Bei Temperaturen im kalten Minusbereich sollte das Lüften so kurz wie möglich stattfinden und dem Lüftungsverhalten im Winter ähneln. Im Laufe des Frühlings steigen zwar die Außentemperaturen, die Luftfeuchtigkeit ist jedoch aufgrund des Tauwetters und häufigem Niederschlags relativ hoch. Hier sollte das tägliche Lüften auf einen Zeitraum von zehn bis zwölf Minuten verlängert werden, damit ein effektiver Luftaustausch gewährleistet wird.

Gegen Ende des Frühlings herrschen häufig schon sommerliche Temperaturen. Hier sollten Sie das Lüftungsverhalten dem des Sommers angleichen. Das bedeutet: gelüftet wird frühmorgens und spätabends, um die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht zu erhöhen.

Auf Dauerkipplüften sollte gänzlich verzichtet werden, denn im Frühling ist der Temperaturunterschied zwischen der Innen- und Außenluft nicht mehr so hoch wie im Winter. Kipplüften begünstigt einen geringeren Luftaustausch, einen Anstieg der Luftfeuchtigkeit sowie der Energiekosten.

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Service Liesner Bautrocknung NRW

Die Unterschiede zwischen Bauschaden und Baumangel

08Die Begriffe Bauschaden und Baumangel können auf den ersten Blick verwirren. Sie bezeichnen nämlich keinesfalls dieselbe Sache, sondern unterscheiden sich durch optische, technische und rechtliche Aspekte.

Aus technischer Sicht wird als Bauschaden das bezeichnet, was eine Veränderung der technischen, chemischen und/oder physikalischen Eigenschaften eines Gebäudes verursacht und dadurch seinen Wert und/oder die Nutzbarkeit im Vergleich zur normalen Beschaffenheit mindern. Wirtschaftliche Nachteile sind damit eine unmittelbare Konsequenz von Bauschäden.

Bauschäden entstehen durch gefloppte Trends oder mangelhafte Planung und Ausführung

Trotz umfangreicher Baufachliteratur kommen Bauschäden immer wieder vor. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum Beispiel versagen neu entwickelte Baustoffe oder Bauteile in der Praxis. Trends bei der Bauform erweisen sich mit der Zeit vielleicht als ungeeignet oder schadensanfällig. Kurze Bauzeiten schaffen Feuchtigkeitsprobleme. Weitere Ursachen können neben falscher Baustoffwahl auch die unzureichende Qualifikation des Personals sein. Wobei selbst der Erfahrenste den Überblick über die Vielzahl an Produkten, Systemen sowie Verfahren bei der Ausschreibung verlieren kann. Wird am Ende noch das billigste Angebot angenommen, geht dies häufig zu Lasten der Qualität.

Gesetzgeber zieht beim Begriff Baumangel zusätzliche Unterschiede

Beim Begriff Baumangel wird juristisch nochmals zwischen der Mangelerscheinung und dem Mangel selbst unterschieden. So versteht der Bundesgerichtshof unter dem Mangel selbst die Ursache für die sichtbar gewordene Mangelerscheinung. Als Ursache kommen allerdings nur Umstände in Betracht, die auf den Baukörper oder die planerischen bzw. konstruktiven Grundlagen zurückzuführen sind.

Als eigentlicher Mangel bezeichnet die Definition des Bundesgerichtshofes Verarbeitungsfehler, Mängel in der Wahl oder Überwachung von Material und handwerklicher Verarbeitung, Konstruktionsfehler oder Unzulänglichkeiten in den bautechnischen Verfahren bei Planung, Statik oder den Gegebenheiten des Grundstückes. Ferner zeigen die Gesetzes- und VOB-Formulierungen, dass die juristische Beurteilung eines Mangels oder Schadens am Bau selten rein objektbezogen ist. Sie hängen auch oft von auslegungsbedürftigen vertraglichen Vereinbarungen ab. Die Zusammenfassung unterschiedlicher Textformulierungen unterscheidet zwischen Schäden im Sinne des BGB-Werkvertragrechts und Schäden im Sinne der VOB-Vorschriften. Den Mangelbegriff beurteilen beide Vertragswerke gleich.

Rohrbruch durch verstopfte Abwasserleitungen

Was darf in der Toilette oder dem Abfluss runtergespült werden? Spül- und Abwasser – ja. Speisereste, Einwegtextilien oder Zigarettenstummel – nein. Der Grund: Verstopfte Rohre können bersten. Diese Art Wasserschaden ist besonders heikel, da neben dem stark verunreinigten Abwasser auch Fäkalien austreten und weiträumige Gebäudebereiche kontaminieren können.

Die unsachgemäße Entsorgung der verschiedensten Dinge in der Toilette oder dem Abfluss verursacht zwei Probleme. Farben, Lacke, Öle, Speisefette oder Medikamente belasten und verschmutzen das Grundwasser, da die Kläranlagen bestimmte Stoffe nur bedingt oder gar nicht herausfiltern können. Wattepads, Zigarettenstummel sowie Speisereste können dagegen auch Abwasserrohre verstopfen. Eigentlich eine klare Sache. Wasserschäden durch verstopfte Rohre sind dennoch keine Seltenheit.

Hat sich eine Rohrverstopfung festgesetzt, steigt der Druck im Rohr – es kann bersten. Dies ist umso wahrscheinlicher, je älter das Rohr ist oder wenn ein zu geringes Gefälle vorliegt. Rohrverstopfungen sollten deshalb immer umgehend beseitigt werden. Der beste Weg ist natürlich, sie grundsätzlich zu vermeiden.

Wer haftet für Wasserschäden durch verstopfte Rohrleitungen?

Hat ein Mieter den Schaden schuldhaft verursacht, so müssen die für die Schadensbeseitigung notwendigen Kosten selbst getragen werden. Der Gesetzgeber unterscheidet hier nicht, ob Mieter das Abwasserrohr selbst verstopften oder aber ein Besucher verantwortlich ist. Mieter haften also auch für ihre Gäste.

Dagegen muss der Vermieter für die Kosten aufkommen, wenn zum Beispiel ein Fehler an der Mietsubstanz vorliegt oder der Verursacher nicht eindeutig ausgemacht werden kann.

Weitere Informationen zur Haftung bei Wasserschäden nach Rohrverstopfung.

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Sporadische Wasserschäden in Gebäuden

Die Ursachen für sporadische Wasserschäden reichen von Nutzungs- oder Konstruktionsfehlern über klassische Leitungswasserschäden bis hin zu Katastrophenereignissen. 

Ausgenommen von Katastrophenfällen, wie zum Beispiel Überschwemmungen, werden bei Wasserschäden im Haushalt drei Wasserkreisläufe betrachtet: die Kalt- und Warmwasserversorgung, der Heizungskreislauf sowie das Abwassernetz. Dabei zählen geplatzte Schläuche von Haushaltsgeräten als auch frostbedingte Rohrbrüche zu den häufigsten Schadensursachen. Korrosion oder Materialfehler führen die Ursachenliste fort. Hinzu kommen Planungsfehler und Mängel in der Bauausführung. Letztere machen sich meist erst dann bemerkbar, nachdem die Bauphase längst abgeschlossen wurde.

Neben diesen typischen Schadensbildern müssen zunehmend Naturgewalten hinzugerechnet werden. Allen voran stehen sintflutartige Regenfälle. Die Zahl der unwetterbedingten Wasserschäden steigt hier bereits seit Jahren. Aber auch Brandschäden zählen zu den Ursachen von Wasserschäden, da Löschwasser in mehrgeschossigen Gebäuden erhebliche Verwüstungen anrichten kann.

Kurz erklärt: Physikalische und chemische Schadensprozesse

Ein Wasserschaden richtet nicht nur im Moment seines Auftretens Schäden an, sondern solange die Schadensursache und somit ein Wasseraustritt unbehoben bleibt. Das Quellverhalten vieler Materialien, darunter Papier, setzt wenige Stunden nach dem Schadensereignis ein. Quellen Holz, Parkett, Türen oder Möbel, so kann das Quellverhalten schon nach Tagen irreparable Zerstörung bedeuten.

Während die beschriebenen, physikalischen Prozesse zeitlich relativ bald auftreten, werden bei chemischen Prozessen unterschiedliche Entwicklungszeiten und Konsequenzen beobachtet. Die Stahlkorrosion nimmt beispielsweise ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 % exponentiell zu. Teppichkleber zersetzt sich binnen Stunden, gipshaltige Baustoffe dekristallisieren nach einigen Tagen und Ausblühungen treten sogar erst nach Wochen auf.

Wasserschadenrisiko durch Frost und Schnee

Sorgten im Sommer Starkregen oder Überschwemmungen für zahlreiche Wasserschäden, so sind es im Winter Frost und Schnee. Gefrorene Wasserleitungen bergen sogar eine zweite, weitaus größere Gefahr, denn unsachgemäßes Auftauen ist ein häufiger Grund für Wohnungsbrände.

Im Winter setzen anhaltende Minusgrade den Wasserleitungen stark zu. Werden diese nicht rechtzeitig vor Frost geschützt, sind Wasserschäden durch Rohrbrüche die typische Folge. Nicht benötigte oder unbeheizte Wasserleitungen, beispielsweise im Außenbereich, sollten daher dringend entleert und anschließend abgesperrt werden. Außerdem sollten die genutzten Heizkörper mindestens in der Frostschutzstellung betrieben werden. Da ein Frostwächter nur die Heizung, nicht aber die Leitungen vor dem Vereisen schützt, darf das Ventil nie geschlossen werden.

Wasserleitungen werden mittels adäquater Isolierung grundsätzlich am besten vor Frost geschützt. Unterirdisch verlegte Leitungen sind bereits vor Frost geschützt. Es gilt aber, freiliegende Wasserleitungen zu schützen. Kunststoffrohre sind hier unproblematischer, da sie in der Regel nicht von Frostschäden bedroht sind. Leitungen aus Metall sind dagegen besonders gefährdet.

Brandgefahr! Wasserleitungen richtig auftauen:

Ein häufig unterschätztes Brandrisiko besteht beim unsachgemäßen Auftauen von zugefrorenen Wasserleitungen. Benutzen Sie auf keinen Fall eine Lötlampe oder anderes offenes Feuer! Dies verursacht oft Brände, da die Hitze durch Wärmeleitung unkontrolliert brennbare Stoffe an anderen Stellen und in Hohlräumen, zum Beispiel im Isoliermaterial, entzünden kann. Haartrockner, Heizlüfter, Heißluftgebläse, Dampfstrahlgeräte oder einfach heiße Tücher sind sichere Alternativen.

Dächer von Schneemassen befreien!

Eine recht offensichtliche Gefahr stellen Schneemassen auf Gebäudedächern dar. Herabstürzende Massen können nicht nur Passanten verletzten, sondern auch die Dachkonstruktion einbrechen lassen. Zudem kann Tauwasser an bereits beschädigten Stellen in das Gebäude sickern. Besondere Achtsamkeit gilt bei provisorischen Dachaufbauten. Ihre Belastungstoleranz liegt deutlich niedriger.

Im Schadenfall richtig handeln:

Üben Sie bei einem Wasserschaden Schadensbegrenzung und verständigen Sie umgehend Ihre Versicherung. Sollten Sie die Wassermassen selbst nicht bewältigen können, hilft die Feuerwehr. Im Falle einer Brandausdehnung dürfen Sie ebenfalls keine Sekunde zögern und wählen die 112.

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Unter Holzvernichtern ein König: der Hausbock- bzw. Holzbockkäfer

Der Holzbockkäfer (Hylotrupes bajulus), oder auch Balkenbock, ist ein flacher, ca. 8 bis 26 mm langer Vertreter der Bockkäfer (Cerambycidae). Die braun bis schwarz gefärbten Tierchen zählen zu den holzzerstörenden Insekten und sind der mit Abstand größte Feind verbauten Holzes.

Hylotrupes bajulus – das klingt im ersten Moment recht harmlos. Frei übersetzt bedeutet es jedoch: „Der im Holz des (Lasten-)Trägers bohrt.“ (zusammengesetzt aus (gr.) hyle → Holz und einer latinisierten Form von trypetes → Bohr(end)er; baiulus (lat.) ist ein Träger.) Den weiteren Spitznamen Holzbock erhielt das Insekt vermutlich aufgrund der vielfach gekerbten Fühler, die in gewisser Weise an die Hörner eines Steinbocks erinnern.

Der Hausbockkäfer befällt ausschließlich Nadelhölzer. Er fühlt sich insbesondere warmen Orten hingezogen. Temperaturen von 28 bis 30 °C werden bevorzugt. Dies ist zum Beispiel ein Grund dafür, dass die Holzzerstörer sich im Sommer auf stark aufgewärmten Dachböden tummeln. Typischerweise trifft man sie ebenfalls unter Metall-, Papp- und Schieferdächern sowie in der Nähe der Dachfenster. Entsprechend seiner Temperaturpräferenz benötigt der Balkenbock trockenes Holz mit Feuchtewerten von 8 bis 10 Prozent. Unterhalb dieser Präferenzwerte fällt die Aktivität der Larven, auffallend unterhalb von 10 °C, ab. Frost schadet ihnen dennoch nicht und sobald die Temperaturen ansteigen, beginnen die Larven wieder zu fressen.

Zusammengefasst findet Hylotrupes bajulus in warmen Dachgeschossen bei maximal 50 % Feuchte in eiweiß- und/oder stärkehaltigem Nadelholz die optimalen Wachstumsbedingungen. Die größte Gefahr geht aber von der außergewöhnlichen Fressaktivität der Larven aus. Ihre Fraßgänge verlaufen unregelmäßig und im Durchschnitt oval, oft wellenförmig und sind mit Bohrmehl sowie Kot verstopft. Des Weiteren wird bevorzugt Splintholz befallen. Dabei ist der Befall von außen kaum sichtbar. Die äußere Holzschicht bleibt als hauchdünne Haut erhalten, da entsprechend nur im Holz gefressen wird und die Auswürfe die Gänge im Ganzen wieder verstopfen.

Ausfluglöcher gibt es selbst bei starkem Befall nur wenige. Dabei sind die bis zu 4 mm² großen Öffnungen ein wichtiger Hinweis auf den Holzzerstörer. Man erkennt sie an ihrer ovalen, an den Rändern ausgefransten Form.

Um die unerwünschten Insekten zu bekämpfen, muss die Befallsaktivität festgestellt werden, was sich in der Praxis jedoch als schwierig erweist. Zusätzlich der Probleme, welche die Natur der Käfer beschert, können typische Befallsbereiche aufgrund von Verbauungen oft nicht eingesehen werden. In Deutschland ist die Bekämpfung nach DIN 68800/4 genormt. Zugelassene Praktiken zur Bockbekämpfung sind nebst chemischer Verfahren auch die Begasung und das Heißluftverfahren.

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Was sind …? Die Allgemein anerkannten Regeln der (Bau-)Technik.

Die Allgemein anerkannten Regeln der Technik – ein Begriff, der zunächst einer vagen Floskel gleicht. Doch was steckt hinter dieser Formulierung? Wo liegt ihr Ursprung und was bedeutet sie? Ein Blick in die Vergangenheit bringt Licht ins Dunkel.  

Mit der Bedeutung des unbestimmten Rechtsbegriffs der Allgemein anerkannten Regeln der Bautechnik befassten sich Juristen sowie Wissenschaftler erstmals konkret im Jahre 1910. Damals wurde der Begriff in den Straftatbestand der Baugefährdung aufgenommen. Grundlage ist die historische Entscheidung des Reichsgerichts mit Bezug auf ein eigenes Urteil aus dem Jahr 1891, in dem die Auslegung dieses Rechtsbegriffes, seinerzeit als Reichsgerichtsformel bezeichnet, erstmalig versucht wurde. Die ursprüngliche, nunmehr über 100 Jahre alte Definition ist heute nicht nur für die Auslegung im Strafrecht maßgeblich, sondern hat sich auch im gesamten öffentlichen Recht etabliert.

Zusammenfassung der historischen Reichsgerichtsformel

Entsprechend dem heutigen Sprachgebrauch und Verständnis wird die Reichsgerichtsformel folgendermaßen zusammengefasst: „Als Allgemein anerkannte Regeln der Technik sind die Regeln der Technik zu verstehen, die auf wissenschaftlicher Grundlage und/oder fachlichen Erkenntnissen (Erfahrungen) beruhen, in der Praxis erprobt und bewährt sind, Gedankengut der auf dem betreffenden Fachgebiet tätigen Personen geworden sind und von deren Mehrheit als richtig anerkannt und angewandt werden.“ Stark vereinfacht bedeutet dies: Das, was in der Praxis funktioniert, von der Wissenschaft oder Fachwelt untermauert wird und allgemein angewendet wird, ist das Maß der Dinge. Allerdings war aufgrund der Vielzahl an Gewerken schon damals sicher, dass es immer wieder Sache der Gerichte sein wird, die jeweils für den Einzelfall gültigen Regeln der Technik festzustellen.

Moderne Interpretation nach VOB-Kommentar

Eine weitere, stichhaltigere Definition der Allgemein anerkannten Regeln der Bautechnik liefert das VOB-Klauselwerk (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen). Demnach stellen die Allgemein anerkannten Regeln der (Bau-)Technik die Summe der im Bauwesen anerkannten wissenschaftlichen, technischen und handwerklichen Erfahrungen dar, die durchweg bekannt und als richtig und notwendig anerkannt sind. Sie können weder pauschalisiert noch in einem Gesetzeswerk zusammengefasst werden. Die Frage, welche Regeln der Technik im Allgemeinen als anerkannt gelten, kann wieder nur im konkreten Einzelfall beurteilt und letztlich nur durch Gerichtsentscheid geklärt werden.

Weiterführende Definitionen der Gegenwart

Da die technischen Lösungsmöglichkeiten einer ständigen Weiterentwicklung unterliegen, sind die Grenzen der Allgemein anerkannten Regeln der (Bau-)Technik fließend. Zudem können kaum alle denkbaren Sachverhalte erfasst werden. In der Gegenwart bilden daher eine Reihe von u. a. Regelwerken und Normen die Grundlage der heute gültigen Allgemein anerkannten Regeln der (Bau-)Technik. Dazu zählen: die DIN-Normen des Deutschen Institutes für Normung e.V., die Einheitlichen Technischen Baubestimmungen (ETB), die Bestimmungen des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton, die des Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE), die Unfallverhütungsvorschriften der Bauberufsgenossenschaften, die Bestimmungen vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und von den Bauaufsichtsbehörden eingeführte technische Bestimmungen des Deutschen Institutes für Normung. Natürlich unterliegen auch all diese Bestimmungen der stetigen Überholung.

Beweislast im Streitfall

Wer die Allgemein anerkannten Regeln der (Bau-)Technik beachtet, für den spricht vor Gericht der Beweis des ersten Anscheins. Es wird also davon ausgegangen, dass durch Befolgen der Regeln richtig gearbeitet wurde. Kläger müssen den Beklagten demnach zuerst das Gegenteil beweisen, womit die Allgemein anerkannten Regeln der Technik zur Beweisregel werden. Wer bei seiner Arbeit von den Regeln abweicht, liegt zwar nicht grundsätzlich im Unrecht, muss im Gegenzug aber beweisen, dass diese Abweichung den jeweiligen Gesetzes- oder Vertragsanforderungen genügen (Umkehrung der Beweislast).

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Beschaffenheit der Fruchtkörper von Hausfäulen

Die Hausfäule bezeichnet im Allgemeinen einen Befall durch holzzerstörende Pilze, der häufig in feuchtebelasteten Kellerräumen entsteht. Während die Holzschädlinge im Anfangsstadium meist unbemerkt bleiben, ändert sich dies spätestens mit der Bildung ihrer markanten Fruchtkörper.

Die Fruchtkörper von holzzerstörenden Pilzen weisen eine Beschaffenheit auf, wie man sie bei ihrem Anblick vermutet. Sie sind fleischig und weich aber dennoch zäh. Ihre Gestalt: fladenartig, kreisförmig oder elliptisch. Die fragilen Gebilde liegen dem Bauteil flach an und lassen sich leicht von ihm ablösen. Anfangs verbreiten die Fruchtkörper sogar einen angenehmen Pilzgeruch. Dies ändert sich jedoch binnen kurzer Zeit, da sie schnell faulen. Infolge der eigenen Zersetzung trocknet der Fruchtkörper schließlich aus, nimmt eine dunkle, schwarz-braune Färbung an und verliert die charakteristische Faltenstruktur.

Sporen, Wachstum und Formabweichungen

Ein Hausfäulebefall führt auch zu einer Sporenbelastung, die von den beschriebenen Fruchtkörpern ausgeht. Sporen werden in großen Mengen produziert und bedecken die Räume sowie darin befindliche Möbel oder Gegenstände mit einem rotbraunen, pulverartigen Staub.

Unter idealen Bedingungen erreichen Fruchtkörper in der Praxis Durchmesser von über einem Meter. Es wurde zudem beobachtet, dass benachbarte Fruchtkörper zu Gebilden von bis zu drei Metern Durchmesser zusammenwachsen. Abhängig vom Alter und den Umweltbedingungen ist ihre Farbe anfangs orangerot über gelb- oder rot-braun bis hin zu rostbraun. Typisches Merkmal: ein weißer, manchmal rosafarbener Zuwachsrand.

Neben den üblichen runden Erscheinungen nehmen Fruchtkörper, beispielsweise beim Wachstum in einer Mauerritze, polsterförmige oder konsolenartige Formen an. Sie wachsen dabei sowohl auf horizontalen als auch auf vertikalen Flächen. Überzieht die Hausfäule eine große vertikale Fläche, ist zudem eine Stalaktitenform (ein Stalaktit ist der von der Decke einer Höhle hängende Tropfstein) möglich.

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Aktuelles: Termine und Neuerscheinungen der WTA

Aktuelles: Termine und Neuerscheinungen der WTA

Am 10. November 2018 wurde der WTA e.V. im Rahmen der europäischen Leitmesse „denkmal“ die Goldmedaille für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa verliehen. Damit ehrte die Fachjury das nunmehr seit 40 Jahren bestehende Bestreben der WTA, Anleitungen für dauerhafte, fach- und denkmalgerechte Sanierungsaufgaben bereitzustellen. Ein Bestreben, das auch 2019 fortgeführt wird und das Sie verfolgen oder sogar selbst unterstützen können.

Die WTA startet das neue Jahr mit einer Reihe Arbeitsgruppensitzungen zu Themen wie u. a. „Leitfaden zur Instandsetzung von Fachwerkgebäuden“ und „Tragverhalten von Fachwerkbauten“. Einen Überblick über die Termine sowie die Veranstaltungsorte finden Sie im WTA-Veranstaltungskalender.

Blick in den Kalender der WTA

Das Resultat der Fachsitzungen sind mitunter neue oder überarbeitete Merkblätter. Diese sind bereits vor der finalen Veröffentlichung zumindest teilweise einsehbar. Auf diesem Wege ist eine gewisse Mitarbeit aus der Fachwelt möglich, indem aktuelle Neuerscheinungen zum Beispiel kommentiert werden. Interessierte erlangen auch hier auf der Homepage der WTA einen Einblick in die Aufstellung der aktuellen Merkblätter.

Endgültige Fassungen und Entwürfe von WTA-Merkblättern

In den vergangenen Jahrzehnten war die Arbeit der WTA grundsätzlich eine essentielle Hilfestellung für den Praxisalltag. Indem ihr Eifer auch in Zukunft unterstützt und die Werke natürlich entsprechend berücksichtigt werden, sehen wir einer weiterhin positiven Entwicklung in der Branche entgegen, die insbesondere die Beseitigung von Problemstellungen und die Förderung der Nachhaltigkeit beim Bauen betrifft.