Schimmelgefahr: Grund zur Mietminderung?

Ein häufiges Streitthema zwischen Mietern und Vermietern ist das Thema Schimmel. Entsteht in einem Mietobjekt Schimmel an bspw. feuchten Wänden, ist eine Mietkürzung in den meisten Fällen berechtigt. So wurde es bereits in diversen Gerichtsurteilen entschieden. Doch was ist eigentlich, wenn der Schimmel noch gar nicht sichtbar ist, die Gefahr jedoch besteht?

Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe hat entschieden, dass einem Mieter kein Anspruch auf Mietminderung für Wärmebrücken zusteht, wenn im Errichtungszeitpunkt der Wohnung der übliche Bauzustand eingehalten wurde. Anders ausgedrückt: die bloße Gefahr eines Schimmelpilzbefalles rechtfertigt keine Minderung der Miete.

Geklagt haben zwei Mieter aus Schleswig-Holstein, die sich unter anderem auf den Zustand der 1968 und 1971 erbauten Wohnungen mit fehlender Dämmung und Wärmebrücken beriefen. So bestehe laut Aussage der Mieter jährlich zwischen Oktober und März die Gefahr der Bildung von Schimmel. Durch die vorhandenen Wärmebrücken könne das Risiko auch nicht durch richtiges Lüften und Heizen eliminiert werden.

Zunächst gab das Landgericht Lübeck den Mietern Recht und entschied, dass die Wohnräume nicht höher als empfohlen beheizt werden müssen (Schlafzimmer nicht über 16 Grad, die übrigen Räume nicht über 20 Grad) sowie, dass ein Querlüften der Wohnungen ebenfalls nicht zumutbar sei – zwei Mal am Tag Stoßlüften von bis zu 10 Minuten sei angemessen. Daraufhin wurden die Vermieter verurteilt, für die Mietminderungen sowie die Kosten zur Innendämmung der Wohnungen aufzukommen.


Die Vermieter legten jedoch Revision ein. Allein die Gefahr eines Schimmelpilzbefalls sei kein Mangel, wenn der Grund dafür in der damaligen Bauweise und dem damaligen technischen Standard läge. Auch die Wärmebrücken beträfe die meisten Häuser und Wohnungen, die zu diesem Zeitpunkt errichtet wurden. 

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe gab den Beklagten Recht und hob die Urteile des Landgerichtes Lübeck weitgehend auf. Es wurde entschieden, dass die Gefahr einer Schimmelbildung keinen Mangel darstellt, sofern das Gebäude nach den geltenden Maßstäben und Vorschriften zum Zeitpunkt der Errichtung gebaut wurde. Auch eine nachträgliche Wärmedämmung sei nicht begründet gewesen. Das entsprechende Urteil ist unter Az.: VIII ZR 271/17 und VIII ZR 67/18 einzusehen.

6. Deutscher Schimmelpilztag 2020 in Neuss

Der Deutsche Schimmelpilztag findet am 24. und 25. Januar 2020 in Neuss statt. Neu: Im interaktiven Panel können Teilnehmer nun die Inhalte eigens mitgestalten und Themenvorschläge einreichen.

Die Labor Urbanus GmbH veranstaltet in Kooperation mit dem Deutschen Holz- und Bautenschutz Verband e.V. zum sechsten Mal den Deutschen Schimmelpilztag. Er findet am 24. und 25. Januar 2020 in Neuss statt. An diesem Tag treffen Experten und Spezialisten aus der Branche zusammen und diskutieren spannende Themen und Neuheiten rund um den Schimmelpilz. Hochqualifizierte Referenten und Referentinnen vermitteln neue Einblicke und Methoden aus verschiedensten Bereichen.

Das Besondere dieser sechsten Tagung aus der Veranstaltungsreihe ist das interaktive Panel. Statt des bisherigen Workshops findet ein Panel statt, bei dem die Teilnehmer eigene Projekte einreichen können, die dann in großer Expertenrunde gemeinsam diskutiert und von unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden. Hierfür können Interessierte ihre Projekte bis zum 30.11.2019 beim Deutschen Schimmeltag einreichen.

Das aktuelle Programm

Das vollständige Programm wird in den nächsten Wochen auf der Homepage des DST als PDF zum Download verfügbar sein.

Folgende Themengebiete stehen bereits zum jetzigen Zeitpunkt fest:

  • Einblicke in die Fluoreszenz Mikroskopie: Live Vorführung einer Gesamtzellzahlanalytik
  • Schimmelpilzsanierungen in Krankenhäusern
  • Wohin geht die Reise: Neue Forschungsbereiche des UBA
  • Abdichtungen an barrierefreien Duscheinheiten nach DIN 18534 und geeignete Maßnahmen zur Leckageortung
  • Medizinisch, mikrobiologische Bewertung von Schimmelpilzen in Innenräumen
  • Wie klappt das Leben im Souterrain: Lüftungskonzepte und Lösungen
  • Tücken und Herausforderungen beim nachträglichen Einbau von Fenstern

Hier geht es zur Webseite des Deutschen Schimmelpilztags:

http://www.deutscher-schimmelpilztag.de/

Neue Fenster können Schimmel verursachen

Mit dem Einbau neuer Fenster versprechen sich Eigentümer Veränderungen nur zum Positiven: Einsparungen bei den Heizkosten, weniger Zugluft, gesteigerter Wohnkomfort, eine optische Aufwertung oder auch eine erhöhte Sicherheit durch Kindersicherungen an den Fenstern. Doch leider können neue Fenster auch negative Auswirkungen haben wie z. B. die Bildung von Schimmelpilz.

Endlich sind die neuen, modernen Fenster eingesetzt. Mit dem Auftauchen von Schimmel rechnet hier zunächst niemand. Doch leider führt ein Fensteraustausch häufig zur Schimmelpilzbildung, da das Lüftungsverhalten nicht den neuen Fenstern angepasst wird. Insbesondere Altbauwohnungen sind betroffen; hier entsteht Schimmel häufig in der Küche, im Schlaf- und Badezimmer. Der Grund ist, dass neue wärmedämmende Fenster extrem luftdicht eingesetzt werden. So können zwar Heizkosten gespart werden, doch genauso wie die Wärme im Wohnraum bleibt, verbleibt auch die Feuchtigkeit im Raum, die vorher durch Luftschlitze und Risse der alten Fenster entschwinden konnte. Kann sich die Raumluft bei undichten Fenstern innerhalb von 24 Stunden zwei bis vier Mal gänzlich erneuern, liegt dieser Wert mit modernen Fenstern bei ca. 0,01 Mal. Die Feuchtigkeit setzt sich nun an den kühlsten Stellen im Raum ab, was meistens die Fensterlaibungen sind. Hier ist dadurch sodann der Nährboden für die Schimmelbildung gegeben.

Richtiges Verhalten kann Schimmel vorbeugen

Mit dem Einbau neuer Fenster sollte das eigene Heiz- und Lüftungsverhalten überprüft und ggf. angepasst werden. Nun muss häufiger gelüftet werden: im Optimalfall dreimal am Tag für drei bis fünf Minuten Stoßlüften (nicht die Fenster nur auf Kipp stellen). Auch das Heizverhalten muss stimmen. Die Heizung sollte an kalten Tagen auch tagsüber nicht abgestellt werden, wenn niemand Zuhause ist, denn in dieser Zeit können die Räume ansonsten stark auskühlen und die Feuchtigkeit kondensieren.

Das ist bei Mietwohnungen zu beachten

Wer als Vermieter neue Fenster einsetzen lässt, hat die Pflicht, seine Mieter über das neue, korrekte Lüftungsverhalten zu informieren. Nach einem Urteil vom Landgericht Gießen (AZ 1 S 199/13) darf der Vermieter ein automatisches Anpassen des Lüftungsverhaltens vom Mieter nicht voraussetzen. Er liegt in der Informationspflicht, um Schimmelbefall durch richtiges Lüften vorzubeugen.

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Tag der Architektur 2019

Am 29. und 30. Juni findet der diesjährige Tag der Architektur statt. An diesen beiden Tagen präsentieren Architekten und private Bauherren die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit, die ebenso vielfältig wie inspirierend sind. Unter dem Motto „Räume prägen“ haben alle interessierten Besucher die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Architekturhandwerkes sowie in sonst private Räume zu werfen.

Wie entsteht gute Architektur? Sie wird von langer Hand von freien Architekten für private Bauherren entwickelt. Jede architektonische Arbeit ist ganz individuell und entfaltet sich vollends durch die Kooperation beider Parteien. Am Tag der Architektur können Sie Einblicke erlangen und herausragende Ergebnisse bestaunen.

Unter dem diesjährigen Motto „Räume prägen“ geht es allerdings nicht nur um Wohnräume. Auch Räume zum Arbeiten, zur Unterhaltung, zur Pflege, zum Lernen, zur Erholung und zu vielen anderen Zwecken werden von Menschen geschaffen und tragen essentiell zum Wohlbefinden bei – kurzum: Räume prägen uns. Natürlich spielen in diesem Bereich die privaten Wohnräume und -häuser die größte Bedeutung, denn sie dienen dem Rückzug, dem Leben in Familien und Gemeinschaften und der persönlichen Entfaltung. Genau diese geschaffenen Räume können am Tag der Architektur, der in diesem Jahr am letzten Juniwochenende stattfindet, besichtigt werden. Sie können zudem vor Ort das Gespräch mit privaten Bauherren und Architekten suchen.

Besichtigungsprogramm online zusammenstellen

Der Tag der Architekten findet landesweit statt, wobei jedes Bundesland sein eigenes Programm bietet. Großteil des Programms sind die Projektbesichtigungen, doch einige Länderarchitektenkammern bieten auch Touren zu ganzen Projektreihen an. Der Clou dieser Veranstaltungsreihe: Sie können sich im Vorfeld ein persönliches Besichtigungsprogramm zusammenstellen und so die Räume ansehen, die Sie am meisten interessieren. Oder Sie finden den Architekten, dessen Arbeit Sie spannend finden und treten so mit ihm in den Dialog.

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Buchen Sie hier Ihr persönliches Programm: https://www.tag-der-architektur.de/programm/

Feuchtigkeit im Keller – richtig Lüften will gelernt sein

Wer nicht gerade in einem Neubau wohnt, hat häufig mit feuchten Kellerräumen zu tun. Gerade jetzt in der Sommerzeit werden viele Keller feucht. Woran liegt das?

Viele Hausbesitzer nutzen den Sommer, um im Untergeschoss einmal richtig zu lüften und vermeintlich frische Luft einströmen zu lassen. Doch leider bewirkt dies genau das Gegenteil und sorgt durch die Sommerkondensation für zusätzliche Feuchtigkeit u. a. im Keller, was zu Schimmelpilzbefall führen kann. Feuchte Wände im Keller lassen sich dann meist nur mit professioneller Hilfe trocknen. Wer seinen Keller als Wohn- oder Fitnessraum nutzen möchte, muss zwingend für trockene Wände sorgen. 

Wie also den Keller richtig lüften, um Feuchtigkeit und Schimmel zu vermeiden?

Das Kellergeschoss ist der kälteste Raum eines Gebäudes, weshalb hier speziell auf das korrekte Lüften zu achten ist. Gerade im Sommer dürfen nicht wahllos die Fenster geöffnet werden. Die eindringende warme Luft kühlt im kälteren Keller schnell ab, sodass sich Kondenswasser bilden kann und Feuchtigkeit entsteht: Ein optimaler Nährboden für Schimmelpilz. Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, sollten einige Regeln befolgt werden.  

Im Sommer sollte nur in der Zeit gelüftet werden, in der die Außentemperatur noch nicht zu stark angestiegen ist, also früh am Morgen oder spät am Abend. Öffnen Sie die Fenster ganz weit und sorgen Sie im Optimalfall für Durchzug. Nicht länger als 15 Minuten lüften und währenddessen schwere Möbel von der Wand ziehen, damit auch dahinter die Luft zirkulieren kann. An kühleren Tagen darf auch mehrmals am Tag gelüftet werden.

Lüften der Kellernutzung anpassen

Natürlich sollte beim Lüften auch darauf geachtet werden, wie der Keller genutzt wird. Ist das Untergeschoss zum Wohnraum umgebaut und dementsprechend gut isoliert, sollte das Lüftungsverhalten dem der anderen Wohnräume angepasst werden. Werden nur Lebensmittel im Keller gelagert, ist es im Sommer nicht notwendig jeden Tag zu lüften. Hier reicht es, wenn ein- bis zweimal wöchentlich gelüftet wird. Im Winter sollte darauf geachtet werden, dass die Temperatur im Keller nicht den Gefrierpunkt erreicht.

Wer haftet beim Hochwasserschaden?

Die Sturm- und Unwettersaison hat begonnen. So sorgte das Sturmtief Axel in weiten Teilen Deutschlands für massive Überschwemmungen, überflutete Keller und Hochwasserschäden. Doch welche Versicherung kommt für die Schäden auf? Und was ist mit einer staatlichen Soforthilfe?

Das Tief Axel hat Mitte Mai in vielen Regionen Deutschlands für Überflutungen und Hochwasseralarm gesorgt.  Hat sich der erste Schock nach dem Hochwasser erst einmal gelegt, stellt sich eine essentielle Frage für die Betroffenen: wer kommt nun für den entstandenen Schaden an Hausrat und Bausubstanz auf?

Viele Betroffene verlassen sich neben der abgeschlossenen Wohngebäude- und Hausratversicherung auch auf den Staat, der bisher Flutopfern in Fall-zu-Fall-Entscheidungen unterstützt hat, sofern keine Elementarschadenversicherung vorlag. Dies ändert sich nun zum 1. Juli 2019, zunächst nur in Bayern: Wäre das beschädigte Gebäude gegen Elementarschäden versicherbar gewesen, dann gibt es ab nun keine Soforthilfe aus Steuergeldern mehr. Ähnlich verhält es sich im Bundesland Sachsen, auch hier gibt es nur Unterstützung vom Staat, sofern Risiken nicht versicherbar sind. Geplant ist, dass dies in Zukunft landesweit einheitlich geregelt wird.

Auch die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung reichen in vielen Fällen nicht aus, denn diese greifen nicht bei Überschwemmungen durch starke Regenfälle oder überlaufende Flüsse und Bäche. Die Hausratversicherung greift bei Schäden am beweglichen Inventar, verursacht durch Einbruch, Raub, Vandalismus und Blitzeinschläge. Die Wohngebäudeversicherung haftet bei Schäden am Gebäude selbst, entstanden durch Leitungswasser (bspw. durch einen Rohrbruch), Hagel, Feuer und Sturm.

Für Schäden, die durch Hochwasser entstanden sind, ist der Abschluss einer Elementarschadenversicherung notwendig. Hier wird das Inventar gegen Naturereignisse, wie Überschwemmungen, Schneedruck oder Erdbeben abgesichert.

Lohnt sich eine Elementarschadenversicherung?

Das Wetter ändert sich deutschlandweit, was an extremen Trockenperioden und immer stärker und häufiger auftretenden Stürmen und Unwettern der letzten Jahre zu sehen ist. So werden viele Regionen in den nächsten Jahren als Risikogebiete für Hochwasser eingestuft, die bisher gar keine waren. Hausbesitzer stellen sich also die Frage, ob der Abschluss einer Elementarschadenversicherung sinnvoll ist.

Hierfür müssen einige Faktoren berücksichtigt werden, denn so eine Versicherung kann unter Umständen teuer werden:

  • Liegt das Haus an einem Gewässer?
  • Gab es im letzten Jahrzehnt bereits ein Hochwasser?
  • Ist meine Region ein Risikogebiet?

Vor allem Versicherte in Risikogebieten zahlen bis zu mehreren hundert Euro im Jahr für eine Elementarschadenversicherung. Dies zahlt sich im Schadensfall jedoch sehr schnell aus.

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Sofort handeln beim Wasserschaden

Es ist eines der am meisten gefürchtetsten Schreckensszenarios für alle Haus- und Wohnungsbesitzer: der Wasserschaden. Und das zurecht, denn statistisch gesehen platzt alle 30 Sekunden ein Rohr in Deutschland.

Insbesondere ältere und sanierungsbedürftige Gebäude tragen ein hohes Risiko, denn je älter die Rohrleistungssysteme, desto höher die Gefahr eines Rohrbruchs. Im Optimalfall werden die Rohrsysteme vorbeugend alle 30 Jahre saniert. Doch auch bei instandgehaltenen Rohren kann es zu Wasserschäden kommen, denn häufig sind auch Wasseraustritte aus Geschirrspüler oder Waschmaschine schuld.

Ist es erst einmal zum befürchteten Wasserschaden gekommen, ist dies meist mit kostenintensiven Trocknungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen verbunden. Wichtig ist hier sofortiges Handeln, um stärkere Schäden zu vermeiden. Besonders gefährlich sind allerdings unterschätzte, unentdeckte oder zu spät gemeldete Wasserschäden, denn je länger der Wasseraustritt anhält, desto größer ist das Schadensausmaß.

Schnelle Reaktion und Hilfe beim Wasserschaden gefordert

Um schlimmere Folgeschäden und ein weiteres Ausbreiten des Wassers zu verhindern, sind Erstmaßnahmen sowie professionelle Unterstützung gefragt. Sie selbst sollten zunächst die Wasserzufuhr am Hauptwasserhahn abstellen, wenn nötig sollte der Strom abgestellt werden, damit es nicht zu Kurzschlüssen kommt. Bringen Sie Ihr Inventar in Sicherheit, dokumentieren Sie das Schadensbild und verständigen Sie Ihre Versicherung oder Ihre Vermieter.  

Für eine fachgerechte Schadensbeseitigung rufen Sie ein Fachunternehmen, welches mit Hilfe von Mess- und Trocknungstechnik die Ursachen des Wasserschadens präzise ermittelt und seine unmittelbaren Auswirkungen effektiv beseitigt. Wir stehen hier selbstverständlich bereits ab der ersten Schadensmeldung kompetent an Ihrer Seite und beseitigen Ihren Wasserschaden schnell und zuverlässig.

Überblick: was tun beim Wasserschaden

  • Wasserzufuhr abstellen
  • Ggf. Stromversorgung unterbrechen
  • Ausgetretenes Wasser beseitigen soweit möglich
  • «Bedrohtes» Inventar sichern
  • Das Schadensbild am besten fotografisch dokumentieren
  • Den Schaden der Versicherung oder dem Vermieter so schnell wie möglich melden
  • Fachunternehmen verständigen

Die Ralf Liesner Bautrocknung GmbH & Co. KG steht Ihnen zuverlässig bei einem Wasserschaden mit allen Leistungen zur Seite. Als Spezialisten der Bauwerkstrocknung und mit über 20 Jahren Erfahrung sorgen wir dafür, dass Ihr Zuhause schnell wieder trocken und wohnlich wird.

Fogging in Wohnungen – nicht mit Schimmel verwechseln

Dunkle Verfärbungen an Wänden und Decken, rußähnliche Staubablagerungen im Wohnbereich, sogar ganze Wände werden schwarz: Dieses relativ neuartige Phänomen wird als Fogging, Schwarzstaubablagerung oder auch Magic Dust betitelt.  

Es tritt immer häufiger in Wohnungen auf und wird meist fälschlicherweise zunächst als Schimmelpilz identifiziert: das sogenannte Fogging. Innerhalb weniger Tage oder sogar nur Stunden kann der Wohnraum mit einer schwarzen Staubschicht bedeckt sein. Von dunklen Stellen an Wänden und Decken können sich die Staubablagerungen sogar auf mehrere Räume ausbreiten und ganze Möbel, Kleidungsstücke und andere Gegenstände bedecken. Viele Laien denken zunächst an einen Schimmelbefall, jedoch hat das Fogging ganz andere Ursachen. Diese plötzliche Schwärzung von Teilen der Wohnung tritt in vielen Fällen zu Beginn der Heizperiode oder direkt nach Renovierungsarbeiten auf, wobei die genauen Ursachen nicht abschließend geklärt sind.

Experten vermuten einen Zusammenhang zwischen schwerflüchtigen organischen Verbindungen (SVOC) und dem plötzlichen Auftreten der rußähnlichen Staubablagerungen. SVOC gasen vor allem in frisch renovierten Wohnungen aus und setzen sich an kalten oder elektrostatisch geladenen Flächen ab, wo sie einen klebrigen Film hinterlassen. Hierauf lagern sich Staubteilchen ab und bilden den als Fogging bekannten dunklen, schmierig-öligen Film. In Verdacht stehen hierbei insbesondere Weichmacherverbindungen und synthetische Baustoffe mit Lösemitteln.

Bisher keine eindeutige Ursache gefunden

Dies sind allerdings nur Vermutungen und Indizien des Fogging-Effekts. So gibt es auch Fälle, bei denen keine Weichmacher oder synthetische Baustoffe eine Rolle spielten. Ein weiterer Faktor, der das Fogging verstärkt, ist der Beginn der Heizperiode. In dieser Zeit wird tendenziell weniger gelüftet, was einen Konzentrationsanstieg der schwerflüchtigen organischen Verbindungen in der Innenraumluft zur Folge haben kann.

Wer Zuhause dunkle, rußähnliche Ablagerungen an Wänden und Decken entdeckt, sollte also nicht nur an einen möglichen Schimmelbefall denken und schnellstmöglich einen Fachmann zu Rate ziehen.

Häufiger Baumangel: Offene Stoßfugen im Mauerwerk

In der heutigen Bauweise von Ein- und Mehrfamilienhäusern gibt es einen erheblichen Unterschied zu der von vor einigen Jahren bzw. Jahrzehnten: Die Steine werden beim Mauern meist nur noch in der Lagerfuge verklebt und nicht mehr vermörtelt, woraus häufig offene Stoßfugen resultieren. Ein Problem, das vielen Unternehmen und Bauherren meist gar nicht bewusst ist.

Sachverständige des Verbands Privater Bauherren (VPB) haben bei Baustellenkontrollen festgestellt, dass das Verkleben der Lagerfugen in vielen Fällen nicht fachkundig durchgeführt wird. Die vertikalen Stoßfugen klaffen zu weit auseinander, sodass teilweise sogar durch die Steine hindurchgesehen werden kann. Diese fachlichen Fehler wurden bei rund 70% der begutachteten Neubauten festgestellt. Als Mangel gilt es nach DIN EN 1996/NA, sobald die Fuge größer als 5mm ist. Sind die Stoßfugen breiter als 5mm, müssen sie vor dem Verputzen verschlossen werden.

Offene Stoßfugen beeinflussen Standsicherung und Schallschutz des Hauses  

Nicht fachgerechtes Mauern kann neben möglichen Beeinträchtigungen des Schallschutzes auch Auswirkungen auf die Standsicherheit haben. Sind viele Fehlerstellen in der Mauer zu finden, vor allem parallel liegende, wie zu geringe Überbindemaße oder zu geringer Mörtelauftrag, können später Risse im Putz entstehen. Insbesondere bei tragenden Wänden spielt dies eine große Rolle.

Auch den Einfluss auf den Schallschutz darf man nicht unterschätzen. Bei Einfamilienhäusern spielt dieser zwar nicht so eine immense Rolle, jedoch bei Mehrfamilien- und Geschosswohnhäusern dafür umso stärker. Je größer der Verlust des Schallschutzes, desto hellhöriger ist auch das Gebäude. Bauherren sollten deshalb ihre Baustelle von einem fachkundigen Experten begutachten lassen. Sollten große Lücken bei den Stoßfugen im Mauerwerk festgestellt werden, sind diese technischen Fehler nachzubessern. Im Zweifel kann dies den Rück- und Neubau der Mauer bedeuten.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der VPB: 

Deutscher Schimmelpilztag 2016

23. Pilztagung – Fachtagung für biogene Schadstoffe

Im letzten Jahr konnten die Veranstalter einen neuen Besucherrekord verzeichnen. Nicht zuletzt ist dies der Tatsache geschuldet, dass auf der 22. Pilztagung erstmalig praxisbezogene Workshops angeboten wurden. Dieser Erfolg soll auch in diesem Jahr fortgeführt werden, sodass die Teilnehmer auf der 23. Pilztagung ein spannendes, interaktives Programm mit einer beeindruckenden Abschlussrednerin erwartet.

Am ersten Tagungstag werden praxisbezogene Workshops angeboten, bei denen die Teilnehmer je nach Interesse tiefer in unterschiedliche Themenfelder einsteigen können. Am Vor- und Nachmittag werden jeweils sechs unterschiedliche Workshops mit Schwerpunkten wie technische Trocknung, Gebäudediagnostik, Probenahmen, Arbeitsschutz und Sanierung parallel durchgeführt.

Am zweiten Tag geht es mit interessanten Beiträgen zum Thema Pilzbefall weiter. Ein Themenschwerpunkt ist hierbei Schimmel auf Holz. Wie verhält sich der Pilz auf Holz? Was ist bei der Sanierung zu beachten? Weitere Beiträge berichten über MCF (mikrokoloniale Pilze), über Nanopartikel, die Schimmelpilzinfektionen in den Atemwegen beeinflussen sowie über Schadensersatzansprüche und rechtliche Aspekte bei Schimmelpilzbefall in Mietwohnungen.

Highlight in diesem Jahr ist die Abschlussrednerin: Prof. Dr. Hannah Monyer, Klinische Neurobiologie des Universitätsklinikums Heidelberg, ist seit über 30 Jahren in der Forschung tätig, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und des Gottfried Wilhelm Leibniz Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie wird die Wirkung des Schimmelgeruchs auf die Gesundheit der Menschen ins Zentrum ihres Vortrages stellen.

Hier geht es zur Webseite der 23. Pilztagung: