Sporadische Wasserschäden in Gebäuden

Die Ursachen für sporadische Wasserschäden reichen von Nutzungs- oder Konstruktionsfehlern über klassische Leitungswasserschäden bis hin zu Katastrophenereignissen. 

Ausgenommen von Katastrophenfällen, wie zum Beispiel Überschwemmungen, werden bei Wasserschäden im Haushalt drei Wasserkreisläufe betrachtet: die Kalt- und Warmwasserversorgung, der Heizungskreislauf sowie das Abwassernetz. Dabei zählen geplatzte Schläuche von Haushaltsgeräten als auch frostbedingte Rohrbrüche zu den häufigsten Schadensursachen. Korrosion oder Materialfehler führen die Ursachenliste fort. Hinzu kommen Planungsfehler und Mängel in der Bauausführung. Letztere machen sich meist erst dann bemerkbar, nachdem die Bauphase längst abgeschlossen wurde.

Neben diesen typischen Schadensbildern müssen zunehmend Naturgewalten hinzugerechnet werden. Allen voran stehen sintflutartige Regenfälle. Die Zahl der unwetterbedingten Wasserschäden steigt hier bereits seit Jahren. Aber auch Brandschäden zählen zu den Ursachen von Wasserschäden, da Löschwasser in mehrgeschossigen Gebäuden erhebliche Verwüstungen anrichten kann.

Kurz erklärt: Physikalische und chemische Schadensprozesse

Ein Wasserschaden richtet nicht nur im Moment seines Auftretens Schäden an, sondern solange die Schadensursache und somit ein Wasseraustritt unbehoben bleibt. Das Quellverhalten vieler Materialien, darunter Papier, setzt wenige Stunden nach dem Schadensereignis ein. Quellen Holz, Parkett, Türen oder Möbel, so kann das Quellverhalten schon nach Tagen irreparable Zerstörung bedeuten.

Während die beschriebenen, physikalischen Prozesse zeitlich relativ bald auftreten, werden bei chemischen Prozessen unterschiedliche Entwicklungszeiten und Konsequenzen beobachtet. Die Stahlkorrosion nimmt beispielsweise ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 % exponentiell zu. Teppichkleber zersetzt sich binnen Stunden, gipshaltige Baustoffe dekristallisieren nach einigen Tagen und Ausblühungen treten sogar erst nach Wochen auf.

Rohrbruch durch verstopfte Abwasserleitungen

Was darf in der Toilette oder dem Abfluss runtergespült werden? Spül- und Abwasser – ja. Speisereste, Einwegtextilien oder Zigarettenstummel – nein. Der Grund: Verstopfte Rohre können bersten. Diese Art Wasserschaden ist besonders heikel, da neben dem stark verunreinigten Abwasser auch Fäkalien austreten und weiträumige Gebäudebereiche kontaminieren können.

Die unsachgemäße Entsorgung der verschiedensten Dinge in der Toilette oder dem Abfluss verursacht zwei Probleme. Farben, Lacke, Öle, Speisefette oder Medikamente belasten und verschmutzen das Grundwasser, da die Kläranlagen bestimmte Stoffe nur bedingt oder gar nicht herausfiltern können. Wattepads, Zigarettenstummel sowie Speisereste können dagegen auch Abwasserrohre verstopfen. Eigentlich eine klare Sache. Wasserschäden durch verstopfte Rohre sind dennoch keine Seltenheit.

Hat sich eine Rohrverstopfung festgesetzt, steigt der Druck im Rohr – es kann bersten. Dies ist umso wahrscheinlicher, je älter das Rohr ist oder wenn ein zu geringes Gefälle vorliegt. Rohrverstopfungen sollten deshalb immer umgehend beseitigt werden. Der beste Weg ist natürlich, sie grundsätzlich zu vermeiden.

Wer haftet für Wasserschäden durch verstopfte Rohrleitungen?

Hat ein Mieter den Schaden schuldhaft verursacht, so müssen die für die Schadensbeseitigung notwendigen Kosten selbst getragen werden. Der Gesetzgeber unterscheidet hier nicht, ob Mieter das Abwasserrohr selbst verstopften oder aber ein Besucher verantwortlich ist. Mieter haften also auch für ihre Gäste.

Dagegen muss der Vermieter für die Kosten aufkommen, wenn zum Beispiel ein Fehler an der Mietsubstanz vorliegt oder der Verursacher nicht eindeutig ausgemacht werden kann.

Weitere Informationen zur Haftung bei Wasserschäden nach Rohrverstopfung.

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Wasserschadenrisiko durch Frost und Schnee

Sorgten im Sommer Starkregen oder Überschwemmungen für zahlreiche Wasserschäden, so sind es im Winter Frost und Schnee. Gefrorene Wasserleitungen bergen sogar eine zweite, weitaus größere Gefahr, denn unsachgemäßes Auftauen ist ein häufiger Grund für Wohnungsbrände.

Im Winter setzen anhaltende Minusgrade den Wasserleitungen stark zu. Werden diese nicht rechtzeitig vor Frost geschützt, sind Wasserschäden durch Rohrbrüche die typische Folge. Nicht benötigte oder unbeheizte Wasserleitungen, beispielsweise im Außenbereich, sollten daher dringend entleert und anschließend abgesperrt werden. Außerdem sollten die genutzten Heizkörper mindestens in der Frostschutzstellung betrieben werden. Da ein Frostwächter nur die Heizung, nicht aber die Leitungen vor dem Vereisen schützt, darf das Ventil nie geschlossen werden.

Wasserleitungen werden mittels adäquater Isolierung grundsätzlich am besten vor Frost geschützt. Unterirdisch verlegte Leitungen sind bereits vor Frost geschützt. Es gilt aber, freiliegende Wasserleitungen zu schützen. Kunststoffrohre sind hier unproblematischer, da sie in der Regel nicht von Frostschäden bedroht sind. Leitungen aus Metall sind dagegen besonders gefährdet.

Brandgefahr! Wasserleitungen richtig auftauen:

Ein häufig unterschätztes Brandrisiko besteht beim unsachgemäßen Auftauen von zugefrorenen Wasserleitungen. Benutzen Sie auf keinen Fall eine Lötlampe oder anderes offenes Feuer! Dies verursacht oft Brände, da die Hitze durch Wärmeleitung unkontrolliert brennbare Stoffe an anderen Stellen und in Hohlräumen, zum Beispiel im Isoliermaterial, entzünden kann. Haartrockner, Heizlüfter, Heißluftgebläse, Dampfstrahlgeräte oder einfach heiße Tücher sind sichere Alternativen.

Dächer von Schneemassen befreien!

Eine recht offensichtliche Gefahr stellen Schneemassen auf Gebäudedächern dar. Herabstürzende Massen können nicht nur Passanten verletzten, sondern auch die Dachkonstruktion einbrechen lassen. Zudem kann Tauwasser an bereits beschädigten Stellen in das Gebäude sickern. Besondere Achtsamkeit gilt bei provisorischen Dachaufbauten. Ihre Belastungstoleranz liegt deutlich niedriger.

Im Schadenfall richtig handeln:

Üben Sie bei einem Wasserschaden Schadensbegrenzung und verständigen Sie umgehend Ihre Versicherung. Sollten Sie die Wassermassen selbst nicht bewältigen können, hilft die Feuerwehr. Im Falle einer Brandausdehnung dürfen Sie ebenfalls keine Sekunde zögern und wählen die 112.

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Unter Holzvernichtern ein König: der Hausbock- bzw. Holzbockkäfer

Der Holzbockkäfer (Hylotrupes bajulus), oder auch Balkenbock, ist ein flacher, ca. 8 bis 26 mm langer Vertreter der Bockkäfer (Cerambycidae). Die braun bis schwarz gefärbten Tierchen zählen zu den holzzerstörenden Insekten und sind der mit Abstand größte Feind verbauten Holzes.

Hylotrupes bajulus – das klingt im ersten Moment recht harmlos. Frei übersetzt bedeutet es jedoch: „Der im Holz des (Lasten-)Trägers bohrt.“ (zusammengesetzt aus (gr.) hyle → Holz und einer latinisierten Form von trypetes → Bohr(end)er; baiulus (lat.) ist ein Träger.) Den weiteren Spitznamen Holzbock erhielt das Insekt vermutlich aufgrund der vielfach gekerbten Fühler, die in gewisser Weise an die Hörner eines Steinbocks erinnern.

Der Hausbockkäfer befällt ausschließlich Nadelhölzer. Er fühlt sich insbesondere warmen Orten hingezogen. Temperaturen von 28 bis 30 °C werden bevorzugt. Dies ist zum Beispiel ein Grund dafür, dass die Holzzerstörer sich im Sommer auf stark aufgewärmten Dachböden tummeln. Typischerweise trifft man sie ebenfalls unter Metall-, Papp- und Schieferdächern sowie in der Nähe der Dachfenster. Entsprechend seiner Temperaturpräferenz benötigt der Balkenbock trockenes Holz mit Feuchtewerten von 8 bis 10 Prozent. Unterhalb dieser Präferenzwerte fällt die Aktivität der Larven, auffallend unterhalb von 10 °C, ab. Frost schadet ihnen dennoch nicht und sobald die Temperaturen ansteigen, beginnen die Larven wieder zu fressen.

Zusammengefasst findet Hylotrupes bajulus in warmen Dachgeschossen bei maximal 50 % Feuchte in eiweiß- und/oder stärkehaltigem Nadelholz die optimalen Wachstumsbedingungen. Die größte Gefahr geht aber von der außergewöhnlichen Fressaktivität der Larven aus. Ihre Fraßgänge verlaufen unregelmäßig und im Durchschnitt oval, oft wellenförmig und sind mit Bohrmehl sowie Kot verstopft. Des Weiteren wird bevorzugt Splintholz befallen. Dabei ist der Befall von außen kaum sichtbar. Die äußere Holzschicht bleibt als hauchdünne Haut erhalten, da entsprechend nur im Holz gefressen wird und die Auswürfe die Gänge im Ganzen wieder verstopfen.

Ausfluglöcher gibt es selbst bei starkem Befall nur wenige. Dabei sind die bis zu 4 mm² großen Öffnungen ein wichtiger Hinweis auf den Holzzerstörer. Man erkennt sie an ihrer ovalen, an den Rändern ausgefransten Form.

Um die unerwünschten Insekten zu bekämpfen, muss die Befallsaktivität festgestellt werden, was sich in der Praxis jedoch als schwierig erweist. Zusätzlich der Probleme, welche die Natur der Käfer beschert, können typische Befallsbereiche aufgrund von Verbauungen oft nicht eingesehen werden. In Deutschland ist die Bekämpfung nach DIN 68800/4 genormt. Zugelassene Praktiken zur Bockbekämpfung sind nebst chemischer Verfahren auch die Begasung und das Heißluftverfahren.

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Was sind …? Die Allgemein anerkannten Regeln der (Bau-)Technik.

Die Allgemein anerkannten Regeln der Technik – ein Begriff, der zunächst einer vagen Floskel gleicht. Doch was steckt hinter dieser Formulierung? Wo liegt ihr Ursprung und was bedeutet sie? Ein Blick in die Vergangenheit bringt Licht ins Dunkel.  

Mit der Bedeutung des unbestimmten Rechtsbegriffs der Allgemein anerkannten Regeln der Bautechnik befassten sich Juristen sowie Wissenschaftler erstmals konkret im Jahre 1910. Damals wurde der Begriff in den Straftatbestand der Baugefährdung aufgenommen. Grundlage ist die historische Entscheidung des Reichsgerichts mit Bezug auf ein eigenes Urteil aus dem Jahr 1891, in dem die Auslegung dieses Rechtsbegriffes, seinerzeit als Reichsgerichtsformel bezeichnet, erstmalig versucht wurde. Die ursprüngliche, nunmehr über 100 Jahre alte Definition ist heute nicht nur für die Auslegung im Strafrecht maßgeblich, sondern hat sich auch im gesamten öffentlichen Recht etabliert.

Zusammenfassung der historischen Reichsgerichtsformel

Entsprechend dem heutigen Sprachgebrauch und Verständnis wird die Reichsgerichtsformel folgendermaßen zusammengefasst: „Als Allgemein anerkannte Regeln der Technik sind die Regeln der Technik zu verstehen, die auf wissenschaftlicher Grundlage und/oder fachlichen Erkenntnissen (Erfahrungen) beruhen, in der Praxis erprobt und bewährt sind, Gedankengut der auf dem betreffenden Fachgebiet tätigen Personen geworden sind und von deren Mehrheit als richtig anerkannt und angewandt werden.“ Stark vereinfacht bedeutet dies: Das, was in der Praxis funktioniert, von der Wissenschaft oder Fachwelt untermauert wird und allgemein angewendet wird, ist das Maß der Dinge. Allerdings war aufgrund der Vielzahl an Gewerken schon damals sicher, dass es immer wieder Sache der Gerichte sein wird, die jeweils für den Einzelfall gültigen Regeln der Technik festzustellen.

Moderne Interpretation nach VOB-Kommentar

Eine weitere, stichhaltigere Definition der Allgemein anerkannten Regeln der Bautechnik liefert das VOB-Klauselwerk (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen). Demnach stellen die Allgemein anerkannten Regeln der (Bau-)Technik die Summe der im Bauwesen anerkannten wissenschaftlichen, technischen und handwerklichen Erfahrungen dar, die durchweg bekannt und als richtig und notwendig anerkannt sind. Sie können weder pauschalisiert noch in einem Gesetzeswerk zusammengefasst werden. Die Frage, welche Regeln der Technik im Allgemeinen als anerkannt gelten, kann wieder nur im konkreten Einzelfall beurteilt und letztlich nur durch Gerichtsentscheid geklärt werden.

Weiterführende Definitionen der Gegenwart

Da die technischen Lösungsmöglichkeiten einer ständigen Weiterentwicklung unterliegen, sind die Grenzen der Allgemein anerkannten Regeln der (Bau-)Technik fließend. Zudem können kaum alle denkbaren Sachverhalte erfasst werden. In der Gegenwart bilden daher eine Reihe von u. a. Regelwerken und Normen die Grundlage der heute gültigen Allgemein anerkannten Regeln der (Bau-)Technik. Dazu zählen: die DIN-Normen des Deutschen Institutes für Normung e.V., die Einheitlichen Technischen Baubestimmungen (ETB), die Bestimmungen des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton, die des Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE), die Unfallverhütungsvorschriften der Bauberufsgenossenschaften, die Bestimmungen vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und von den Bauaufsichtsbehörden eingeführte technische Bestimmungen des Deutschen Institutes für Normung. Natürlich unterliegen auch all diese Bestimmungen der stetigen Überholung.

Beweislast im Streitfall

Wer die Allgemein anerkannten Regeln der (Bau-)Technik beachtet, für den spricht vor Gericht der Beweis des ersten Anscheins. Es wird also davon ausgegangen, dass durch Befolgen der Regeln richtig gearbeitet wurde. Kläger müssen den Beklagten demnach zuerst das Gegenteil beweisen, womit die Allgemein anerkannten Regeln der Technik zur Beweisregel werden. Wer bei seiner Arbeit von den Regeln abweicht, liegt zwar nicht grundsätzlich im Unrecht, muss im Gegenzug aber beweisen, dass diese Abweichung den jeweiligen Gesetzes- oder Vertragsanforderungen genügen (Umkehrung der Beweislast).

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Beschaffenheit der Fruchtkörper von Hausfäulen

Die Hausfäule bezeichnet im Allgemeinen einen Befall durch holzzerstörende Pilze, der häufig in feuchtebelasteten Kellerräumen entsteht. Während die Holzschädlinge im Anfangsstadium meist unbemerkt bleiben, ändert sich dies spätestens mit der Bildung ihrer markanten Fruchtkörper.

Die Fruchtkörper von holzzerstörenden Pilzen weisen eine Beschaffenheit auf, wie man sie bei ihrem Anblick vermutet. Sie sind fleischig und weich aber dennoch zäh. Ihre Gestalt: fladenartig, kreisförmig oder elliptisch. Die fragilen Gebilde liegen dem Bauteil flach an und lassen sich leicht von ihm ablösen. Anfangs verbreiten die Fruchtkörper sogar einen angenehmen Pilzgeruch. Dies ändert sich jedoch binnen kurzer Zeit, da sie schnell faulen. Infolge der eigenen Zersetzung trocknet der Fruchtkörper schließlich aus, nimmt eine dunkle, schwarz-braune Färbung an und verliert die charakteristische Faltenstruktur.

Sporen, Wachstum und Formabweichungen

Ein Hausfäulebefall führt auch zu einer Sporenbelastung, die von den beschriebenen Fruchtkörpern ausgeht. Sporen werden in großen Mengen produziert und bedecken die Räume sowie darin befindliche Möbel oder Gegenstände mit einem rotbraunen, pulverartigen Staub.

Unter idealen Bedingungen erreichen Fruchtkörper in der Praxis Durchmesser von über einem Meter. Es wurde zudem beobachtet, dass benachbarte Fruchtkörper zu Gebilden von bis zu drei Metern Durchmesser zusammenwachsen. Abhängig vom Alter und den Umweltbedingungen ist ihre Farbe anfangs orangerot über gelb- oder rot-braun bis hin zu rostbraun. Typisches Merkmal: ein weißer, manchmal rosafarbener Zuwachsrand.

Neben den üblichen runden Erscheinungen nehmen Fruchtkörper, beispielsweise beim Wachstum in einer Mauerritze, polsterförmige oder konsolenartige Formen an. Sie wachsen dabei sowohl auf horizontalen als auch auf vertikalen Flächen. Überzieht die Hausfäule eine große vertikale Fläche, ist zudem eine Stalaktitenform (ein Stalaktit ist der von der Decke einer Höhle hängende Tropfstein) möglich.

Service Liesner Bautrocknung NRW

Aktuelles: Termine und Neuerscheinungen der WTA

Aktuelles: Termine und Neuerscheinungen der WTA

Am 10. November 2018 wurde der WTA e.V. im Rahmen der europäischen Leitmesse „denkmal“ die Goldmedaille für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa verliehen. Damit ehrte die Fachjury das nunmehr seit 40 Jahren bestehende Bestreben der WTA, Anleitungen für dauerhafte, fach- und denkmalgerechte Sanierungsaufgaben bereitzustellen. Ein Bestreben, das auch 2019 fortgeführt wird und das Sie verfolgen oder sogar selbst unterstützen können.

Die WTA startet das neue Jahr mit einer Reihe Arbeitsgruppensitzungen zu Themen wie u. a. „Leitfaden zur Instandsetzung von Fachwerkgebäuden“ und „Tragverhalten von Fachwerkbauten“. Einen Überblick über die Termine sowie die Veranstaltungsorte finden Sie im WTA-Veranstaltungskalender.

Blick in den Kalender der WTA

Das Resultat der Fachsitzungen sind mitunter neue oder überarbeitete Merkblätter. Diese sind bereits vor der finalen Veröffentlichung zumindest teilweise einsehbar. Auf diesem Wege ist eine gewisse Mitarbeit aus der Fachwelt möglich, indem aktuelle Neuerscheinungen zum Beispiel kommentiert werden. Interessierte erlangen auch hier auf der Homepage der WTA einen Einblick in die Aufstellung der aktuellen Merkblätter.

Endgültige Fassungen und Entwürfe von WTA-Merkblättern

In den vergangenen Jahrzehnten war die Arbeit der WTA grundsätzlich eine essentielle Hilfestellung für den Praxisalltag. Indem ihr Eifer auch in Zukunft unterstützt und die Werke natürlich entsprechend berücksichtigt werden, sehen wir einer weiterhin positiven Entwicklung in der Branche entgegen, die insbesondere die Beseitigung von Problemstellungen und die Förderung der Nachhaltigkeit beim Bauen betrifft.

Jahresendgruß

Das Team von Bautrocknung NRW wünscht Ihnen und Ihren Familien fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Es ist einmal mehr soweit: Die Tage werden besinnlicher, die Stimmung fröhlicher. Das Jahr neigt sich seinem Ende und wir möchten uns bei allen Kunden, Geschäftspartnern und natürlich auch den Lesern unseres Blogs bedanken! Ihre Unterstützung lässt uns auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken und mit positiven Gedanken dem Jahr 2019 entgegenschreiten.

Wir versprechen Ihnen auch in Zukunft, mit dem gewohnten Engagement an Ihrer Seite zu stehen. Ob bei der Wasserschadenbeseitigung, Bautrocknung, Gerätevermietung oder Beratung. Freuen Sie sich außerdem auf viele weitere Blogbeiträge zu Themen aus der Praxiswelt.

Besinnliche Grüße
Ihr Bautrocknung NRW Team

Holzzerstörende Pilze im Baubestand

Holzzerstörende Pilze können schwerwiegende Bauschäden verursachen. Um die oft nur als Schwämme bezeichneten Holzzerstörer erkennen zu können, geben wir einen Einblick in ihre Unterschiede, Erscheinungen sowie Lebensbedingungen.

Holz besteht aus drei wesentlichen Bestandteilen: Zellulose, Hemizellulose und Lignin. Sie verleihen dem Holz seine charakteristischen Eigenschaften, halten seine Struktur in Form. Das erste Problem mit holzzerstörenden Pilzen liegt darin, dass eben diese strukturgebenden Bestandteile durch sie angegriffen und schließlich abgebaut werden. Welche Bestandteile angegriffen werden, hängt in erster Linie von der Pilzgattung ab – bestimmte Pilze bauen die Zellulose ab, andere wiederum zerstören das Lignin.

Beim Abbau der Zellulose wird sinnbildlich das tragende Gerüst des Holzes vernichtet. Dies zeigt sich im würfelförmigen Abbruch der Holzprobe bzw. beim Zerbröseln unter Einsatz des Spitzhammers.

Holzzerstörende Pilze, oft nur als Schwämme bezeichnet, werden in zwei markante Unterarten gegliedert. Abhängig von der Verteilung des Myzels im Holz zieht man eine Linie zwischen Substrat- und Oberflächenpilzen. So zählen die wichtigsten Hausfäulen zur Gruppe der Oberflächenpilze. Substratpilze sind zwar kaum weniger schädlich, jedoch erkennt man sie oft erst im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium, wenn sich ihre Fruchtkörper auf der Holzoberfläche bilden.

Der typische Fruchtkörper erscheint meist als watteartiger Überzug oder geweihähnliches Gebilde. In vielen Fällen gestattet er die Kategorisierung der Pilzart. Mit fortschreitendem Alter wird dies allerdings zunehmend erschwert, weshalb eine zuverlässige Bestimmung jahrelange Erfahrung sowie fundierte Fachkompetenz voraussetzt.

Unterschiede zwischen Braunfäule und Weißfäule
In Bezug auf das Schadensbild werden holzzerstörende Pilze weiter in Braun- oder Weißfäule unterteilt. Die Namensgebung bezieht sich auf die Hauptbestandteile des Holzes, welche grob in helle und dunkle Substanzen unterteilt werden. Beide Pilzarten sehen unterschiedlich aus und rufen ebenso verschiedene Schadensbilder hervor.

Die Braunfäule, auch Destruktionsfäule genannt, zerstört zunächst die helle Zellulose aus der Holzsubstanz. Zurück bleiben die bräunlichen Substanzen, weshalb sich das befallene Holz dunkel bis braun verfärbt. Zudem werden Risse sichtbar, die längs, radial und tangential verlaufen.

Die Weißfäule, auch als Korrosionsfäule bekannt, greift vorzugsweise das dunkle Lignin an. Das helle Zellgerüst des Holzes bleibt erhalten, verliert jedoch an Festigkeit. Eine Weiternutzung des Holzes ist nur unter bestimmten Umständen möglich.

Ein Sonderfall sind Pilzarten, die eine sogenannte Simultanfäule verursachen. Diese Pilze greifen gleichzeitig Zellulose und Lignin an.

Vorkommen und Erkennungsmerkmale
Braun- und Weißfäule sind überwiegend in alten Holzbalkendecken anzutreffen. Sie befallen allerdings auch die Tragbalken unter zum Beispiel Bädern, Küchen oder Waschräumen. Damit einhergehend wird in der Regel eine jahre- oder gar jahrzehntelang erhöhte Holzfeuchtigkeit als Hauptverursacher festgestellt.

Pilzart Vorkommen Erkennungsmerkmal Fruchtkörper
Echter Hausschwamm wächst und gedeiht bereits bei 20 % Holzfeuchtigkeit und befällt gleichermaßen Nadel- und Laubholz sowie holzhaltige Baustoffe weißes, watteartiges Oberflächenmyzel mit bleistiftdicken, grau bis grau-braunen Strängen, verzweigt mit lappigem Zwischenmyzel rostbraun mit weißem Rand, von fleischig-weicher Konsistenz und dennoch zäh, leicht von der Unterlage ablösbar und leicht faulend
Warzen- oder Kellerschwamm befällt feuchtes Holz, Nadelholz und Laubholz bildet kein Oberflächenmyzel. Die Holzoberfläche bleibt intakt, wodurch der Schaden erst spät entdeckt wird. Stränge treten selten auf, können aber weite Strecken überwinden und erscheinen dann als dünne, schwarz-braune Fäden. braun mit anfangs weiß-gelblichem Rand. Die dem Holz aufliegende Kruste ist filzig-ledrig und im Alter brüchig bzw. schwer von der Unterlage ablösbar.
Porenschwamm befällt bevorzugt Nadelholz aber auch generell feuchtes Holz Luftmyzel, sind weiß, watte- oder eisenblumenartig. Die Stränge, die auch Mauern durchwachsen, werden bindfadendick, sind ziemlich glatt und selbst in trockenem Zustand sehr biegsam. anfangs weiß, später gelblich und von polsterförmiger Erscheinung
Schwarzer Schimmel: Gefahren und Gegenmaßnahmen

9. Berliner Schimmelpilzkonferenz

Schimmelpilzbefall in Gebäuden bleibt ein Dauerthema. Regelmäßig liefert er Stoff für Konflikte, sowohl in Altbauten als auch in sanierten Gebäuden oder Neubauten. Grund sind vor allem die vielfältigen Ursachen sowie die Bandbreite an Problemen, die Schimmelpilze bereiten.

Schimmelpilze stellen ohne Frage ein Gesundheitsrisiko für die Gebäudenutzer dar. Mikrobieller Befall schädigt aber auch die Bausubstanz. Im Umgang mit Schimmel in Gebäuden ist daher die fachgerechte Sanierung Dreh- und Angelpunkt unzähliger Diskussionen. Mit diesen und weiteren Problematiken befassen sich die Teilnehmer der 9. Berliner Schimmelpilzkonferenz, die am 21. März 2019 stattfinden wird. Vermittelt werden unter anderem Praxishilfen und Lösungsansätze, die bautechnische, medizinische, mikrobiologische, rechtliche, arbeits- und umweltschutzliche Anforderungen berücksichtigen.

Das Ziel der Konferenzen mit begleitender Fachschau besteht darin, den Teilnehmern einen umfassenden Einblick in relevante Aspekte der Diagnose, Sanierung und Vermeidung von Schimmelpilzbelastungen in Gebäuden für die berufliche Praxis zu geben.

Anmeldung Berliner Schimmelpilzkonferenz