Silberfische und die Sache mit der Luftfeuchtigkeit

Silberfische sind kleine silbrig-graue Insekten, die im Haushalt zur Gattung der unerwünschten Untermieter zählen. Es ist allerdings ein Irrglaube, dass Sie ein Hinweis auf mangelnde Sauberkeit sind. Tatsächlich lässt sich ihr Vorkommen auf eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zurückführen.

Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent fühlt sich der Silberfisch wohl. Man findet die etwa einen Zentimeter großen Tierchen daher vorwiegend im Badezimmer oder der Küche vor. Sie kommen meist erst am Abend zum Vorschein, da sie tagsüber hinter Tapeten sowie in dunklen Hohlräumen Unterschlupf suchen. Zwar sind Silberfische grundsätzlich keine Gesundheitsgefahr, dennoch ekeln sich viele Menschen vor ihnen. Allerdings können Silberfische relativ nützlich sein, weil sie Hausstaubmilben und sogar Schimmelpilze vertilgen. Da Schimmel in der Wohnung aber bereits für sich ein Gesundheitsproblem werden kann, sollte die Luftfeuchtigkeit beim Vorfinden von Silberfischen in jedem Fall nachhaltig reguliert werden.

Maßnahmen gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

Sofern bauliche Mängel oder ein Wasserschaden als Ursache der erhöhten Luftfeuchtigkeit auszuschließen sind, können Mieter und Hausbesitzer das Raumklima mit einfachen Mitteln verbessern. Allem voran steht das ausgiebige Querlüften: betroffene Räume können zwei- bis dreimal täglich durchgelüftet werden, wobei die Fenster etwa 10 Minuten komplett offenstehen sollten. Trocknen Sie die Wäsche zudem an der Luft und hängen Sie nasse Handtücher oder Badematten zum Lüften aus. In fensterlosen Bädern kann auch die Investition in einen kompakten Luftentfeuchter erwägt werden, welcher die überschüssige Feuchtigkeit automatisch aus der Luft zieht.

Um die Silberfische selbst loszuwerden, reicht es manchmal schon, undichte Fugen oder Zugänge zu Hohlräumen zu verschließen. Da Silberfischchen Zucker lieben, lassen sie sich auch recht einfach mit feuchten Tüchern fangen, auf die Zucker oder auch Mehl gestäubt wird. Die Fressfallen werden am besten abends aufgestellt und morgens eingesammelt, worauf sie kurzerhand auf dem Kompost entsorgt werden.

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