Der GDV prognostiziert 2018 wird eines der schwersten Sturmjahre

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht aktuell davon aus, dass das Jahr 2018 eines der fünf schwersten Sturmjahre seit 1998 wird. Die versicherten Sturm-, Hagel- und Starkregenschäden an Wohngebäuden waren im ersten Halbjahr bereits so hoch wie sonst im gesamten Jahr. Laut den Experten gerät das laufende Jahr vor allem aufgrund von „Friederike“ und „Burglind“ in die Liga der Top 5.

Aus der aktuellen Halbjahresbilanz des GDV geht hervor, dass die versicherten Sturm-, Hagel- und Starkregenschäden an Wohngebäuden mit voraussichtlich 1,3 Mrd. Euro zu beziffern sind. Damit kommt die bisherige Schadenssumme bereits fast auf den zehnjährigen Jahresdurchschnitt von 1,4 Mrd. Euro. Sollte das zweite Halbjahr ähnlich stürmisch ausfallen, werden die Versicherungsleistungen das übliche Maß deutlich überschreiten. Im Vergleich fielen die Schäden in den letzten 10 Jahren im zweiten Halbjahr tendenziell höher (0,8 Mrd. Euro) aus als in den ersten sechs Monaten eines Jahres (0,6 Mrd. Euro).

„Friederike“ und „Burglind“ sind Hauptverursacher der Sturmschäden
Sturmschäden an Wohngebäuden machen im ersten Halbjahr 2018 rund 1,1 Mrd. Euro der Schäden aus. Wiederum mehr als die Hälfte dieser Schäden haben die Stürme „Friederike“ und „Burglind“ im Januar dieses Jahres verursacht. Damit sind „Friederike“ und „Burglind“ die beiden heftigsten Winterstürme seit „Lothar“ (1999), „Jeanett“ (2002) und „Kyrill“ (2007), welche jeweils noch höhere Versicherungsschäden verursachten.

Starkregen-Bilanz liegt unter den Erwartungen
Zwar erlebten weite Teile Deutschlands im Juni heftige Niederschläge, mit bisher 0,2 Mrd. Euro liegt die Schadenssumme dennoch unter dem Durchschnitt. Ein Grund dafür ist der unzureichende Versicherungsschutz vieler Verbraucher.

Dürreschäden in Milliardenhöhe
Die anhaltende Trockenphase ist in diesem Jahr das gegenteilige Extrem gewesen. Laut GDV ist mit Ernteschäden von rund zwei Mrd. Euro zu rechnen, die jedoch kaum ersetzt werden. Viele Landwirte sind hierzulande schlichtweg nicht gegen Dürreschäden abgesichert.

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