Wasserschaden: Trocknung nach Plan

Unwetter oder Rohrbrüche führen in der Regel dazu, dass Bauteile unterschiedlich stark durchfeuchtet werden. Das dadurch entstehende Szenario ist dann allgemein als ein Wasserschaden bekannt. Indem seine Trocknung sorgfältig durch eine Fachfirma geplant wird, lässt sich die erfolgreiche Wiederherstellung der Nutz- und Bewohnbarkeit maximieren. Hierzu gehört in erster Linie die Ermittlung der Schadensursache sowie das Einholen möglichst umfassender Informationen bezüglich betroffener Konstruktionen und Baustoffe. Liegen diese Daten zu Grunde, können die notwendigen Arbeiten, die erforderlichen technischen Gerätschaften und eventuelle Zusatzleistungen festgelegt werden. Als solide Basis der gesamten Fallbearbeitung dient dabei die lückenlose Dokumentation bis zum endgültigen Abbau der Trocknungsmaßnahme am Ort des Geschehens.

Kurzum: Die technische Trocknung eines Wasserschadens ist weitaus mehr als „einfach nur einen Trockner aufstellen“. Und sie ist u. a. deshalb erforderlich, weil eingedrungene Feuchtigkeit auf natürliche Weise nicht in angemessener Zeit entweicht.

Zu Beginn steht die Schadensaufnahme: Mittels Checkliste, Skizze und Fotos wird der Schaden detailliert aufgenommen sowie Informationen über die Bausubstanz festgehalten. Je präziser dieser erste Schritt ausgeführt wird, desto präziser können die Trocknung geplant und vor allem die Kosten kalkuliert werden. Messgeräte unterstützen den Techniker vor Ort bei der Eingrenzung des Schadens. Zudem liegen durch sie Referenzwerte für spätere Kontrollen des Trocknungsprozesses vor.

Wichtig: Es wird vorausgesetzt, dass die Ursache des Wasserschadens bekannt und natürlich auch behoben ist. Sollte dies nicht der Fall sein, so gilt es, die Leckage zunächst zu orten und zu reparieren beziehungsweise Unwetterschäden zu sanieren.

Sobald die Lage vor Ort ausgiebig analysiert wurde, erfolgt die Auslegung der Maschinen. Luftentfeuchtungsgeräte können anhand von Skizzen oder Bauplänen dimensioniert werden. Einen bewährten Anhaltspunkt stellt das Raumvolumen dar. An massiven Bauteilen empfiehlt sich der zusätzliche Einsatz von Ventilatoren, um den Entfeuchtungsprozess positiv zu unterstützen. Vorsicht allerdings bei der Überdimensionierung: Ist die Leistung der Trocknungsgeräte zu hoch, entziehen sie dem Bauteil die Feuchtigkeit zu schnell. Als Folge tritt ein Kapillarabriss ein. Die Trocknungsmaßnahme würde unterbrochen.

Konnte Wasser zudem in Hohlräume oder Unterbodenkonstruktionen eindringen, so muss die Planung um Seitenkanalverdichter ergänzt werden. Gemäß dem Stand der Technik, welcher seit nunmehr zehn Jahren angewendet wird, werden betroffene Bereiche im Unterdruck- oder Saugverfahren getrocknet. Moderne Turbinen saugen das Wasser dabei ab. Innerhalb einer sogenannten Trocknungskette werden das Wasser und grobe Partikel in Wasserabscheidern aufgefangen. Feinfilter – bei Schimmel- bzw. Bakterienbelastung auch HEPA-Filter – halten die Raumluft frei von Schadstoffen. Zwecks Geräuschreduktion werden, meist bereits als Standard, zusätzliche Schalldämpfer genutzt, um die Geräuschbelastung in bewohnten Gebäuden zu minimieren.

Abhängig von den örtlichen Gegebenheiten müssen unter Umständen Tapeten, Oberbeläge oder Putz entfernt werden, um dampfdiffusionsoffene Oberflächen zu schaffen. So wird im Einzelfall gewährleistet, dass die Feuchtigkeit dem Bauteil entweichen kann. Eigentümer und Versicherer sehen dieses Vorgehen zwar nur ungern, jedoch ist es für den Trocknungserfolg unabdingbar.

Merke: Grundsätzlich verfolgt jede Wasserschadenbeseitigung den Ansatz des möglichst zerstörungsfreien Arbeitens.

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Bildquelle: shutterstock191517686

Ein Kommentar zu “Wasserschaden: Trocknung nach Plan

  1. Thomas Reusch, Reusch-IT Reply

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