Schimmelbildung durch richtiges Lüften vermeiden

Kondenswasser

Erst kürzlich haben wir in einem Kurzratgeber erklärt, was „Richtig Lüften“ denn eigentlich bedeutet. In diesem Beitrag möchten wir nun darauf eingehen, wie sich Ihr Lüftungsverhalten auf die Bildung von Schimmelpilzen in der Wohnung auswirken kann. Vorab halten wir jedoch fest, dass sich unsere Tipps auf eine schimmelfreie Umgebung beziehen. Darüber hinaus sind die Pilze und Bakterien kein rein oberflächliches Phänomen: Verdeckte Schäden in zum Beispiel Hohlräumen oder im Fußboden belasten Mensch und Material ebenso. Besteht ein Verdacht, so sollte unbedingt Unterstützung vom Fachmann eingefordert werden.

Bestandsaufnahme – Woher kommt der Schimmelpilzbefall noch gleich?

Die häufigsten Ursachen für einen Schimmelbefall sind zu hohe Luftfeuchtigkeit oder ein mangelhafter Luftaustausch. Feuchtigkeit in Baumaterialien und die Zimmertemperatur spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, wobei der Feuchtegrad hier entscheidend ist. Denn diesen beeinflussen wir unter anderem durch Kochen, Duschen und Wäschetrocknen. Undichtigkeiten am Gebäude oder Havarien sind zusätzliche Risikofaktoren, welche die Schimmelgefahr erhöhen. All diese Ursachen bilden die Grundlage, vielmehr den Nährboden, damit sich die Pilze und Bakterien erst ansiedeln.

Je nachdem wie lange man welcher Art von Schimmelpilzen ausgesetzt ist, können gesundheitliche Probleme entstehen. Insbesondere für Asthmatiker, ältere Menschen und Allergiker sind Pilzbefälle ein grundsätzliches Problem.

Praxistipp – Wie vermeiden Sie also Schimmelpilzbefall?

Das regelmäßige Lüften und Heizen ist der wohl einfachste und effektivste Weg. Das klingt zunächst recht simpel, wird in der Praxis aber häufig falsch gemacht. Öffnen Sie die Fenster jeden Morgen für fünf bis zehn Minuten. Erzeugen Sie wenn möglich Durchzug, um den Lüftungserfolg zu erhöhen. Reines Kippen der Fenster reicht hier ergo nicht aus. Während Sie im Sommer gerne länger lüften können, dürfen Sie die Zimmer im Winter dagegen nicht vollständig auskühlen lassen. Sommerschimmel und muffige Gerüche im Keller verhindert man durch Lüftungsvorgänge in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden. Auch nach dem Duschen, Kochen und beim Wäschetrocknen sollten Sie stets Türen und Fenster weit öffnen. Schränke und Betten sollten prinzipiell ein Stück von Wänden entfernt stehen, damit eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet wird.

Ernstfall – Wie gehen Sie gegen Schimmelpilzbefall vor?

Sie können Schimmel problemlos selbst entfernen, solange sich der Befall über kleine, glatte Flächen erstreckt. Handelsüblicher Haushaltsreiniger reicht dazu aus. Verwendete Wischlappen gehören anschließend entsorgt. Nach dem Trocknen der gereinigten Fläche muss diese dann aufmerksam beobachtet werden, um erneuten Schimmelpilzbefall direkt zu bekämpfen. Im Falle eines großflächigen Schadens, dauerhaften Feuchtigkeitsproblemen oder Wasserschäden sollte, wie eingangs erwähnt, unbedingt ein Fachunternehmen hinzugezogen werden.

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